Zahlungen mit Kredit- oder Debitkarten können unbemerkt zu höheren Ausgaben im Supermarkt führen, wie eine internationale Studie aus dem Jahr 2024 zeigt. Die Forschung, die 71 verschiedene Studien aus 17 Ländern analysierte und etwa 11.000 Teilnehmer einbezog, ergab, dass Käufer bei Kartenzahlungen tendenziell mehr ausgeben als bei Barzahlungen. Obwohl der Unterschied pro Einkauf gering erscheint, summiert er sich über die Zeit und könnte dazu führen, dass Kunden zusätzliche Artikel in ihren Einkaufswagen legen oder teurere Optionen wählen.
Die Studie hebt hervor, dass der physische Akt des Bezahlens in bar eine bewusste Auseinandersetzung mit den Ausgaben fördert. Kunden nehmen den Betrag wahr, während sie Geld aus ihrer Brieftasche entnehmen, was eine natürliche Hemmschwelle schafft. Im Gegensatz dazu empfinden viele Menschen Kartenzahlungen als weniger greifbar, was dazu führt, dass sie weniger über die Gesamtkosten nachdenken. Diese Wahrnehmung kann dazu führen, dass man unüberlegte Käufe tätigt, insbesondere in Supermärkten und Cafés, wo schnelle Entscheidungen häufig sind.
Experten empfehlen, sich der Auswirkungen bewusst zu sein, die die Zahlungsmethode auf das eigene Ausgabeverhalten hat. Einige Verbraucher entscheiden sich bewusst für Barzahlungen, um ihre Ausgaben besser zu kontrollieren, während andere Banking-Apps nutzen, um ihre Ausgaben in Echtzeit zu verfolgen. Die Erkenntnisse der Studie sind besonders relevant in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten, da auch kleine Beträge über längere Zeiträume hinweg erheblich zu den Gesamtausgaben beitragen können.
Insgesamt zeigt die Forschung, dass die Art und Weise, wie wir bezahlen, einen signifikanten Einfluss auf unsere Ausgaben hat, auch wenn dieser Einfluss oft unbemerkt bleibt. Das Bewusstsein für diese Dynamik kann helfen, die eigenen Finanzen besser zu verwalten.
Quelle: euro weekly
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