Die spanische Polizei hat eine italienische Diebesbande zerschlagen, die auf Schmuckdiebstähle spezialisiert war. Vier Mitglieder der Gruppe, darunter zwei Frauen, wurden festgenommen. Die Bande war in mehreren Städten Spaniens aktiv, darunter Murcia, Valencia und Almería, und wird mit mindestens 21 Raubüberfällen in Verbindung gebracht. Der Wert der gestohlenen Schmuckstücke beläuft sich auf rund 500.000 Euro.
Die Ermittlungen der Polizei begannen nach einem Diebstahl in Zaragoza im Jahr 2012, bei dem eine italienische Frau festgenommen wurde. Diese hatte ein ähnliches Vorgehen wie die jetzt gefassten Täterinnen. Die Diebe arbeiteten oft in Teams, wobei eine Person den Verkäufer ablenkte, während die andere Schmuckstücke entwendete. Ein typisches Vorgehen war es, Schmuckstücke auf einer „Manta de joyería“ (Schmuckdecke) zu präsentieren, um dann unbemerkt zu stehlen.
Die Bande war äußerst vorsichtig und wechselte ständig ihre Identität, indem sie unterschiedliche Kleidung trugen und keine Hotels nutzten, um ihre Spuren zu verwischen. Stattdessen reisten sie mit verschiedenen Fahrzeugen und Handys, um nicht erkannt zu werden. Ihre Festnahme erfolgte am 30. März in Palencia, einen Tag später waren alle Verdächtigen in Haft.
Die Polizei hat die Operation „Italian Job“ genannt und betont, dass solche Diebesbanden in Spanien häufig operieren. Die Zusammenarbeit zwischen der spanischen und der italienischen Polizei ist entscheidend, um diese Art von Verbrechen zu bekämpfen. Die vier Festgenommenen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.
Quelle: mallorca
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