In Barcelona ist die Zahl der gewalttätigen Überfälle, die mit einem Elektroscooter begangen werden, alarmierend gestiegen. Statistiken zeigen, dass ein von fünf gewalttätigen Raubüberfällen im ersten Quartal 2026 von Tätern durchgeführt wurde, die auf einem solchen Fahrzeug unterwegs waren. Dies stellt die Polizei vor erhebliche Herausforderungen, da die Täter mit den schnellen und wendigen Scootern häufig entkommen können.
Die Polizei von Katalonien, die Mossos d’Esquadra, hat auf diese Entwicklung mit dem im März 2024 gestarteten Plan „Lambretta“ reagiert. Ziel dieses Plans ist es, die Präsenz von Polizeimotorrädern in Gebieten zu erhöhen, in denen häufig mit Elektroscootern gestohlene Waren verkauft werden. Laut dem Intendanten Rafael Tello hat die verstärkte Polizeipräsenz bereits erste positive Auswirkungen gezeigt, da die Anzahl der Überfälle mit Scootern zurückgeht.
In den letzten zwei Jahren wurden über 5.000 Täter identifiziert, die Elektroscooter für ihre kriminellen Aktivitäten nutzen. Diese Personen haben zusammen mehr als 19.000 Vorstrafen, wobei der Großteil der Delikte Diebstähle sind. Die Mossos haben zudem 400 Elektroscooter sichergestellt und 170 Täter festgenommen, die mit diesen Fahrzeugen unterwegs waren.
Die Polizei hat festgestellt, dass viele der Täter junge Menschen sind, die das Verbrechen als Lebensstil gewählt haben. Der Plan „Lambretta“ zielt darauf ab, die Sicherheit in der Stadt zu erhöhen und die Nutzung von Elektroscootern durch Kriminelle einzudämmen, während gleichzeitig die Mehrheit der Bürger, die diese Fahrzeuge ordnungsgemäß nutzen, nicht betroffen werden soll.
Quelle: barcelona elperiodico
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