Die Anträge zur außergewöhnlichen Regularisierung von Einwanderern führen in mehreren Städten Spaniens zu einem Anstieg der Besucherzahlen in den kommunalen Ämtern. In Städten wie l’Hospitalet de Llobregat, Lleida, Valencia, Palma, Ibiza, Zaragoza und Santander bilden sich lange Warteschlangen, da viele Menschen die erforderlichen Dokumente beantragen. In Barcelona äußerte die oppositionelle Volkspartei (PP) Kritik am „Chaos und Kollaps“ in den Ämtern, während der Bürgermeister von Madrid, José Luis Martínez-Almeida, die Situation als „schlampig“ bezeichnete.
Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, haben einige Städte Maßnahmen ergriffen. In Barcelona kündigte die Stadtverwaltung unter Jaume Collboni (PSC) an, die Rechtsdienste für Ausländerangelegenheiten sowie die Bürgerbüros zu verstärken. Zudem sollen spezielle Unterstützungseinrichtungen in verschiedenen Stadtteilen eingerichtet werden, um die Antragsbearbeitung zu erleichtern. In l’Hospitalet wird ab Montag das größere Messegelände La Farga genutzt, um die Anträge zentral zu bearbeiten und die Wartezeiten zu verkürzen.
Das Rathaus von Lleida plant ebenfalls, eine spezielle Anlaufstelle für die Regularisierung einzurichten, um den Ansturm zu bewältigen. Vorher hatte die Stadt bereits das Personal in den Bürgerbüros aufgestockt. In Oviedo wurde eine temporäre Büroeinrichtung eröffnet, da die Stadtverwaltung mit bis zu 2.000 Anträgen rechnet. Diese Situation stellt für die lokalen Verwaltungen eine zusätzliche Herausforderung dar, die sie im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben bewältigen müssen.
Quelle: barcelona locales
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