Rosa Valls, eine erfahrene Floristin und Leiterin der Rosa Valls Schule für Floristik in Mercabarna, spricht über die Herausforderungen und Entwicklungen im floristischen Handwerk in Barcelona. Mit 50 Jahren Erfahrung und als zweite Generation in der Branche hat sie sich der Ausbildung von Arbeitslosen und der Verbesserung der beruflichen Qualifikationen gewidmet. Jährlich bietet ihre Schule drei zertifizierte Kurse sowie verschiedene Workshops in Städten wie Pamplona, Murcia und Mallorca an.
Valls betont die Komplexität der Floristik, die über das bloße Arrangieren von Blumen hinausgeht. Es erfordere Kenntnisse über Farbtechniken, Zeichnung und die richtige Pflege von Blumen. Besonders zur Feier von Sant Jordi, wo traditionell viele Rosen verkauft werden, sieht sie einen Anstieg des Tourismus, da immer mehr Besucher die Tradition erleben möchten. Dies führt zu einer erhöhten Nachfrage nach Blumen, insbesondere nach Rosen, die jedoch oft aus dem Ausland importiert werden.
Die Produktion von einheimischen Rosen hat in den letzten Jahrzehnten abgenommen, was Valls als bedauerlich empfindet. Viele lokale Betriebe haben nicht in die Modernisierung investiert, was dazu führt, dass die Preise für importierte Rosen wettbewerbsfähiger sind. Der Preis für eine Qualitätsrose liegt bei Mercabarna-Flor bei mindestens fünf Euro, wobei die Kosten durch steigende Transportpreise aus Ländern wie Kolumbien und Ecuador beeinflusst werden.
Valls plädiert für die Beibehaltung professioneller Standards im Floristikgeschäft und spricht sich gegen den Verkauf von Blumen durch nicht ausgebildete Verkäufer während der Feiertage aus. Ihrer Meinung nach sollte die Qualität der Produkte gewahrt bleiben, um die Wertschätzung für das Handwerk zu fördern. Trotz der Herausforderungen sieht Valls die Freude an der Arbeit mit Blumen als zentralen Aspekt ihres Berufs an.
Quelle: barcelona elperiodico
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