In Spanien haben zahlreiche Mercadona-Filialen ihre Lieferdienste für Kunden eingestellt. Ab dem 7. Mai 2026 erfahren viele Käufer erst an der Kasse, dass ihre lokale Filiale keine Heimlieferungen mehr anbietet. Diese Regeländerung betrifft vor allem ältere Menschen, Familien und Personen ohne Auto, die auf diesen Service angewiesen sind. Zuvor konnten Kunden für 6,50 Euro ihre Einkäufe nach Hause liefern lassen, doch nun hängt die Verfügbarkeit des Lieferdienstes von der jeweiligen Filiale und der Adresse des Kunden ab.
Die Unklarheit über die Verfügbarkeit des Lieferdienstes sorgt für Verwirrung. Mercadona empfiehlt den Kunden, direkt in der Filiale nachzufragen, anstatt eine Liste der betroffenen Geschäfte zu veröffentlichen. Auf der Unternehmenswebsite wird erklärt, dass Kunden ihre Adresse und Postleitzahl angeben müssen, um zu erfahren, ob sie im Liefergebiet der jeweiligen Filiale liegen. Diese Änderung hat viele Stammkunden überrascht, da sie annahmen, dass der Service unverändert bleibt.
Besonders betroffen sind Menschen, die gerne persönlich einkaufen, aber die Lieferung nutzen, um schwere Taschen nach Hause zu transportieren. Für einige könnte dies bedeuten, dass sie zu einer anderen Filiale fahren müssen, die noch Lieferungen anbietet, oder ganz auf den Online-Einkauf umsteigen. Die Reaktion auf die Änderungen ist stark, da viele Kunden sich an frühere Lieferprobleme in Teilen von Murcia erinnern, wo der Service vorübergehend eingestellt wurde.
Gleichzeitig investiert Mercadona Milliarden in die Umgestaltung seiner Filialen. Der Präsident des Unternehmens, Juan Roig, kündigte an, 3,7 Milliarden Euro in die Renovierung von rund 1.700 Geschäften zu stecken. Diese Umgestaltung soll ein verbessertes Einkaufserlebnis bieten, wobei der Fokus auf frischen Produkten und zubereiteten Mahlzeiten liegt. Trotz dieser Investitionen fühlen sich viele Kunden durch die Änderungen im Lieferdienst benachteiligt, was die Einkaufserfahrung erheblich erschwert.
Quelle: euroweeklynews.com
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