In Badalona kam es am Sonntagabend während der Feierlichkeiten zu den Festen de Maig zu einem umstrittenen Polizeieinsatz. Nach dem Konzert „Ball del Micaco“ in der Plaza de la Plana intervenierte die örtliche Guardia Urbana, was zu mehreren Verletzten unter den anwesenden Jugendlichen führte. Die politische Gruppierung Guanyem Badalona kritisierte die Maßnahmen der Polizei als „übermäßige Gewalt gegen die zivilgesellschaftlichen Strukturen der Stadt“. Laut Berichten waren die Jugendlichen friedlich von der Veranstaltung gegangen, als die Polizei ohne Vorwarnung einschritt.
Die Reaktionen auf den Vorfall waren vielfältig. Vertreter von Badalona en Comú und ERC äußerten ebenfalls ihre Besorgnis über die Polizeigewalt und bezeichneten die Vorgehensweise als „autoritäre Tendenz“. Der Bürgermeister Xavier García Albiol verteidigte hingegen das Vorgehen der Polizei und erklärte, dass die Beamten gemäß ihrer Protokolle handelten, nachdem einige Jugendliche sich geweigert hatten, den Platz zu verlassen. Es wurden keine Festnahmen vorgenommen, jedoch drei Protokolle wegen „Respektlosigkeit und Ungehorsam gegenüber der Autorität“ erstellt.
Die Stadtverwaltung betonte, dass die Polizeimaßnahmen notwendig waren, um die Sicherheit zu gewährleisten und die Ordnung wiederherzustellen. Ein Sprecher erklärte, dass die Polizei die Anwesenden aufgefordert habe, die Verkaufsstände zu schließen, um die Reinigung nach dem Konzert zu ermöglichen. Diese Darstellung steht jedoch im Widerspruch zu den Aussagen der Festkommission, die angibt, dass die Feierlichkeiten bereits beendet waren und die Verkaufsstände geschlossen hatten.
Die Kontroversen um den Polizeieinsatz in Badalona werfen Fragen zur Verhältnismäßigkeit und zu den Reaktionen der politischen Akteure auf. Der lokale Polizeigewerkschaft SIP-Fepol sprach den Beamten Unterstützung aus und wies die Vorwürfe von übermäßiger Gewalt zurück, während die Diskussion um die Ereignisse weiterhin anhält.
Quelle: elperiodico.cat
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