In Barcelona ist der Zugang zu Wohnraum für junge Menschen zunehmend problematisch. Laut einer Umfrage des barcelonesischen Barometers der Generalitat de Catalunya aus November 2025 ist die Erschwinglichkeit von Immobilien das größte aktuelle Sorgenkind für 31 % der Befragten, ein Anstieg von 23 % im März desselben Jahres. Die Mietpreise steigen kontinuierlich, während die Löhne stagnieren, was es für viele schwierig macht, eine angemessene Wohnung zu finden.
Im April 2025 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Katalonien bei 17,1 Euro, was einem Rückgang von 8,6 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht, jedoch immer noch hohe Hürden für die Wohnungssuche aufwirft. In Barcelona erreichen die Mietpreise sogar 22 Euro pro Quadratmeter, was bedeutet, dass eine 80 Quadratmeter große Wohnung rund 1.760 Euro kosten würde. Angesichts eines durchschnittlichen Nettogehalts von 1.048,19 Euro im Jahr 2024 können sich viele junge Menschen nicht einmal eine 50 Quadratmeter große Wohnung leisten.
Die Situation ist so angespannt, dass laut dem spanischen Jugendrat mehr als 100 % des jährlichen Nettogehalts eines alleinstehenden jungen Menschen für die Miete aufgebracht werden müssten, was unrealistisch ist. Zudem haben 35 % der junger Erwachsener, die bereits unabhängig leben, ein monatliches Einkommen von weniger als 1.000 Euro. Dies zwingt viele dazu, Zimmer zu mieten. Über 40 % der Befragten geben an, nicht mehr als 100 Euro im Monat sparen zu können, was die Schwierigkeiten verdeutlicht, ein unabhängiges Leben zu führen.
Für den Kauf eines Wohnraums in Barcelona sind die Aussichten ähnlich düster. Der durchschnittliche Kaufpreis pro Quadratmeter liegt bei 5.221 Euro, was bedeutet, dass eine 70 Quadratmeter große Wohnung etwa 365.470 Euro kosten würde. Angesichts der Tatsache, dass Banken nur 80 % des Kaufpreises finanzieren, benötigen Käufer eine Anzahlung von 73.094 Euro, was jahrelanges Sparen erfordert. Laut dem Banco de España muss eine Familie heute 7,78 Jahre ihres gesamten Einkommens für den Kauf eines Hauses aufwenden, was mehr als doppelt so viel ist wie vor 30 Jahren.
Quelle: elperiodico.cat
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