Der PSOE steht in Andalusien vor einer möglicherweise historischen Niederlage. Die Umfragen deuten auf ein Ergebnis hin, das die Sozialisten unter die 30 Sitze von 2022 drücken könnte. In der bevölkerungsreichsten Region Spaniens, die lange als Hochburg der Sozialisten galt, wächst die Nervosität in den Reihen des PSOE. Der Wahlkampf hat begonnen, und die Prognosen sind alles andere als rosig.
María Jesús Montero, die Kandidatin und ehemalige Vizepräsidentin, könnte das Schicksal des PSOE weiter verschlechtern. Laut aktuellen Umfragen könnte die Anzahl der Abgeordneten auf ein historisches Tief fallen. In Extremadura verloren die Sozialisten bereits über 100.000 Stimmen und 10 Sitze. Obwohl Andalusien nicht ganz so dramatisch betroffen sein könnte, ist die Angst vor einem ähnlichen Schicksal spürbar.
Die Mobilisierung der Wähler bleibt hinter den Erwartungen zurück. Ein erfahrener Sozialist äußert sich pessimistisch über die geringe Wahlbeteiligung und betont, dass die Stimmung in der Bevölkerung nicht die erforderliche Wahlbegeisterung zeigt. „Wir können uns noch weiter in die Tiefe ziehen“, warnt er. Auch andere Parteikollegen befürchten, dass die Wähler nicht so aktiv sind, wie es nötig wäre, um das Ruder herumzureißen. Die Wahlen stehen in nur vier Tagen an.
Die Parteiführung in Ferraz glaubt, dass die Umfragen nicht immer zuverlässig sind. In der Vergangenheit unterschätzten sie oft die Wählergunst, wie etwa im Fall der verlorenen Junta unter Susana Díaz im Jahr 2018. Einige optimistische Stimmen im PSOE hoffen, dass es auch diesmal einen „versteckten“ Wählerstamm gibt, der sich nicht in den Umfragen widerspiegelt. Dennoch gibt es Bedenken, dass die Wähleraktivität bei Landtagswahlen im Vergleich zu nationalen Wahlen deutlich geringer ist.
Die Teilnahmequote könnte entscheidend für das Wahlergebnis sein. Bei den letzten Wahlen zur Junta lag die Beteiligung bei 58,36 %, während sie bei den nationalen Wahlen 2023 bei 66,61 % lag. Ein ähnliches Ergebnis würde die Sozialisten in eine gefährliche Lage bringen. Um die 30 Sitze zu erreichen, müsste die Wahlbeteiligung signifikant steigen. Die Parteiführung setzt alles auf die Hoffnung, dass die Wähler sich in den letzten Tagen vor der Wahl mobilisieren werden.
Die Situation ist angespannt, und während Pedro Sánchez und andere Parteiführer versuchen, die Wähler zu mobilisieren, bleibt abzuwarten, ob es ihnen gelingt, die Wählergunst zu gewinnen. Ein schlechtes Ergebnis in Andalusien könnte nicht nur Montero, sondern auch die gesamte Parteiführung in Frage stellen, insbesondere wenn die nächsten nationalen Wahlen anstehen. Der Druck auf den PSOE steigt, und die kommenden Tage könnten entscheidend für die Zukunft der Sozialisten in Andalusien sein.
Quelle: diariodemallorca.es
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