Spanien verliert 3,1% Solarenergie durch Kohlekraftwerke in Umwelt (Klima)

Spanien verliert 3,1% Solarenergie durch Kohlekraftwerke

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Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

18 Mai, 2026

Die Auswirkungen von Kohlekraftwerken auf die Effizienz von Solaranlagen sind alarmierend. Laut einer aktuellen Studie der Universitäten Oxford und University College London verringern die Emissionen dieser Anlagen die Energieproduktion von Solarpanelen weltweit erheblich. In Spanien beträgt der Verlust an Solarenergie aufgrund dieser Kontamination 3,1%. Diese Erkenntnisse werfen ein neues Licht auf die Wechselwirkungen zwischen fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien und zeigen, dass die Erzeugung von Solarstrom durch die Nähe zu Kohlekraftwerken beeinträchtigt wird.

Die Forschung, die mehr als 140.000 Solaranlagen weltweit untersuchte, stellte fest, dass die feinen Partikel, die von Kohlekraftwerken in die Atmosphäre abgegeben werden, die Lichtaufnahme der Solarpanels reduzieren. Diese Aerosole streuen das Sonnenlicht und verringern somit die Menge, die die Solarpanels erreicht. Im Jahr 2023 betrug der Rückgang der globalen Solarstromproduktion aufgrund dieser Partikel 5,8%, was etwa 111 Terawattstunden (TWh) entspricht – eine Energiemenge, die mit dem Output von 18 mittelgroßen Kohlekraftwerken vergleichbar ist.

Die Studie belegt, dass die Verschmutzung durch Kohlekraftwerke eine wesentliche, oft ignorierte Herausforderung für den Übergang zu sauberer Energie darstellt. Zwischen 2017 und 2023 haben neue Solaranlagen jährlich im Durchschnitt 246,6 TWh Strom produziert, während die Verluste durch Aerosole aus bestehenden Anlagen bei 74,0 TWh jährlich lagen. Dies entspricht fast einem Drittel der Neuinstallationen und verdeutlicht, wie die Emissionen eines Systems direkt die Effizienz eines anderen Systems beeinflussen können.

Besonders betroffen von diesen Verlusten sind Länder mit hoher Solar- und Kohlekapazität. Spanien rangiert hier auf dem fünften Platz weltweit. Während das Land 3,1% seiner Solarenergie durch Aerosole verliert, sind Indien und China mit 9,6% und 7,7% noch stärker betroffen. In China, dem größten Produzenten von Solarenergie, führt die gleichzeitige Expansion von Solar- und Kohlekraft zu signifikanten Verlusten in der Solarproduktion, die sich negativ auf die Klimaziele auswirken könnten.

Die Forscher warnen, dass die Umweltverschmutzung nicht nur das Sonnenlicht blockiert, sondern auch die Wolkenbildung beeinflusst, was die Solarproduktion weiter verringern könnte. Rui Song, der Hauptautor der Studie, betont, dass die tatsächlichen Auswirkungen der Kohlekraftwerke auf die Solarenergie wahrscheinlich noch größer sind als bisher angenommen. Diese Entdeckung könnte die Schätzungen zur Erzeugung von Solarenergie durch Regierungen und Unternehmen verzerren, wenn die Verluste durch Kohleemissionen nicht berücksichtigt werden.

Die Studie fordert daher eine Neubewertung der Energiepolitik. Um den Übergang zu erneuerbaren Energien zu unterstützen, sollten die Subventionen für fossile Brennstoffe, insbesondere für Kohle, verringert werden. Nur so kann die Kluft zwischen den Zielen für erneuerbare Energien und der tatsächlichen Energieproduktion verringert werden. Diese Erkenntnisse sind besonders relevant für deutsche, österreichische und Schweizer Auswanderer sowie Touristen in Spanien, die sich für die Energiepolitik und Umweltschutzmaßnahmen im Land interessieren.

Quelle: diariodemallorca.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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