Neue Forschung an der Universität Alicante: Medikamente gegen Alzheimer und Parkinson – Gesundheit (Krankenhaus)

Neue Forschung an der Universität Alicante: Medikamente gegen Alzheimer und Parkinson

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Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

18 Mai, 2026

Die Universität Alicante hat eine neue Forschungsinitiative ins Leben gerufen, die sich mit der Entwicklung neuer Medikamente zur Bekämpfung von Alzheimer und Parkinson beschäftigt. Unter der Leitung von Dr. Laura Fernández Sánchez untersucht das Team von FarmaFisen einen Schlüsselrezeptor in der entzündlichen Reaktion des Nervensystems. Ziel ist es, therapeutische Zielstrukturen zu identifizieren, die bei der Behandlung dieser neurodegenerativen Erkrankungen helfen können. Alzheimer betrifft weltweit etwa jeden zehnten Menschen über 65 Jahre, während Parkinson jährlich 19 neue Fälle pro 100.000 Menschen verursacht, wobei die Inzidenz mit dem Alter signifikant ansteigt.

Neurodegenerative Erkrankungen sind ein wachsendes Gesundheitsproblem, da die Lebenserwartung steigt und immer mehr Menschen in die Altersgruppe gelangen, die besonders gefährdet ist. In diesem Kontext hat die Forschung an der Universität Alicante besondere Bedeutung. Das Projekt von FarmaFisen ist Teil eines neu gegründeten Forschungsteams, das sich auf die Erforschung von Neuroinflammation und deren Auswirkungen auf das Nervensystem spezialisiert hat. Bei der Zusammenarbeit sind auch das Instituto de Investigación Sanitaria y Biomédica (Isabial) sowie die Universität Miguel Hernández in Elche beteiligt, was eine interdisziplinäre Herangehensweise an das Thema ermöglicht.

Im Mittelpunkt der Forschung steht der P2X7-Rezeptor, eine purinergische Proteinstruktur, die eine wichtige Rolle in der Aktivierung der entzündlichen Reaktion spielt. Dr. Fernández Sánchez erklärt, dass dieser Rezeptor sowohl schützend als auch schädigend wirken kann, je nachdem, wie und wann er aktiviert oder inhibiert wird. Die Herausforderung besteht darin, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Entzündung und neurodegenerativen Prozessen zu verstehen. Die Forscher versuchen, den genauen Zeitpunkt zu identifizieren, an dem die entzündliche Reaktion von einem schützenden in einen schädlichen Zustand umschlägt.

Um diese Fragen zu untersuchen, haben die Wissenschaftler ein experimentelles Modell entwickelt, das die Neuroinflammation in der Netzhaut analysiert. Obwohl die Netzhaut nicht direkt zum Gehirn gehört, ist sie Teil des zentralen Nervensystems und bietet einen einzigartigen Zugang zur Untersuchung entzündlicher Prozesse. Diese Methode ermöglicht es den Forschern, die Auswirkungen der Modulation des P2X7-Rezeptors in verschiedenen Phasen der Erkrankung zu beobachten. Sie prüfen, ob die Aktivierung oder Hemmung des Rezeptors den Gewebeschaden mindern oder verstärken kann.

Das Projekt hat auch finanzielle Unterstützung von der Generalitat Valenciana in Höhe von 5.000 Euro erhalten, die es dem Team ermöglicht, erste Forschungsergebnisse zu sammeln. Diese Ergebnisse sollen als Grundlage für zukünftige, umfangreichere Forschungsanträge auf nationaler und europäischer Ebene dienen. Die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen und Fachrichtungen ist ein entscheidender Vorteil, um die Forschung zu vertiefen und mögliche therapeutische Ansätze effizient zu entwickeln. Die Erkenntnisse aus dieser Forschung könnten nicht nur für Spanien, sondern für die internationale Gemeinschaft von Bedeutung sein, da die Suche nach wirksamen Behandlungen für Alzheimer und Parkinson eine globale Herausforderung darstellt.

Quelle: diariodemallorca.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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