In einem Wohnhaus an der Travessera de Gràcia 441 im Stadtteil Horta-Guinardó hat die Stadtverwaltung von Barcelona 31 illegale Touristwohnungen aufgedeckt. Die Entdeckung erfolgte durch die Direktion für Inspektionsdienste (DSI) der Stadt Barcelona nach einer Bürgerbeschwerde. Das Gebäude umfasst eine Erdgeschossfläche und neun weitere Stockwerke. Während in den oberen Etagen ein offiziell lizenzierter Hotelbetrieb läuft, befinden sich insgesamt 24 Wohneinheiten im Haus, von denen 19 eine Lizenz für touristische Nutzung besitzen.
Bei einer gemeinsamen Inspektion der DSI und der Baubehörde des Bezirks Horta-Guinardó wurden zahlreiche Verstöße festgestellt. Von den 24 Wohnungen wird lediglich eine als regulärer Wohnsitz genutzt. Die übrigen Einheiten dienen touristischen Zwecken, wobei die Einhaltung der geltenden Vorschriften stark variiert. Die Prüfer entdeckten, dass einige Wohnungen ohne entsprechende Baugenehmigungen unterteilt wurden, was die Anzahl der tatsächlich betriebene Touristwohnungen auf 31 erhöhte. Ursprünglich bestanden 19 Wohnungen mit rund 60 Quadratmetern, die nun in 30 Quadratmeter große Einheiten aufgeteilt wurden.
Die Stadtverwaltung hat daraufhin sieben Verfahren wegen schwerwiegender Verstöße gegen das Tourismusgesetz eingeleitet. Die Bußgelder können dabei zwischen 60.000 und 600.000 Euro liegen. Darüber hinaus laufen 14 Verfahren zur Rücknahme und Einstellung des Betriebs von Touristwohnungen ohne gültige Genehmigung. Diese Maßnahmen könnten die bereits erteilten Lizenzen für touristische Wohnungen annullieren. Zusätzlich gibt es 13 Verfahren zur Legalisierung der durchgeführten Baumaßnahmen sowie ein weiteres Verfahren wegen Überbelegung mit möglichen Geldstrafen zwischen 3.000 und 60.000 Euro.
Die Stadt macht klar, dass die beanstandeten Baumaßnahmen rückgängig gemacht werden müssen. Die Wohnungen sollen wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden. Weiterhin könnten zusätzliche Sanktionen wegen Verstößen gegen das Baurecht und das Wohnungsrecht folgen. Die Kombination aus illegaler Unterteilung von Wohnungen und der Nutzung als Touristunterkünfte stellt ein erhebliches Problem für die Regulierung des Tourismus in Barcelona dar.
Für deutschsprachige Bewohner und Besucher der katalanischen Hauptstadt bedeutet dies, dass die Stadtverwaltung verstärkt gegen nicht genehmigte touristische Vermietungen vorgeht. Dies könnte zu einer Verringerung des Angebots an kurzfristigen Ferienwohnungen in der betroffenen Gegend führen. Urlauber sollten deshalb darauf achten, nur Unterkünfte mit gültiger Lizenz zu buchen, um Probleme vor Ort zu vermeiden. Für Auswanderer und Langzeitbewohner in Barcelona signalisiert die Aktion der Stadt, dass die Kontrolle und Regulierung des Wohnungsmarktes weiterhin streng bleibt.
Die Entdeckung der illegalen Touristwohnungen in Horta-Guinardó reiht sich ein in die Bemühungen der Stadt Barcelona, den Wohnungsmarkt zu schützen und den negativen Folgen des Massentourismus entgegenzuwirken. Besonders in Wohngebieten sollen die Interessen der Einwohner gewahrt bleiben, indem illegale touristische Nutzungen unterbunden werden. Die Stadtverwaltung setzt dabei auf konsequente Kontrollen und empfindliche Strafen, um die Einhaltung der geltenden Vorschriften sicherzustellen und den Wohnraum für die lokale Bevölkerung zu erhalten.
Quelle: elperiodico.cat
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