Die Erhöhung der Tourismussteuer in Katalonien wird ab dem 1. April 2026 wirksam und soll der Generalitat eine Verdopplung der Einnahmen auf 200 Millionen Euro im Jahr 2026 ermöglichen. Diese Steuer, offiziell als Impuesto sobre las Estancias en Establecimientos Turísticos (IEET) bekannt, wird seit November 2012 erhoben und variiert je nach Unterkunftstyp. In Barcelona sind die Sätze höher, und es ist geplant, dass der kommunale Zuschlag jährlich um einen Euro bis 2029 ansteigt, bis er 8 Euro erreicht.
In diesem Jahr wird die Steuer in Katalonien um 50 % angehoben, wobei eine schrittweise Anpassung in den anderen Gemeinden erfolgt. Alle Kommunen sind zudem berechtigt, einen eigenen Zuschlag von bis zu 4 Euro zu erheben. Diese neuen Regelungen wurden vom Parlament Kataloniens mit Unterstützung der Parteien PSC, ERC und Comuns verabschiedet, während die CUP sich der Stimme enthielt und andere Parteien wie Junts und PP dagegen stimmten.
Die neuen Tarife in Barcelona sehen unter anderem für 5-Sterne-Hotels einen Betrag von 13,20 Euro pro Nacht vor, was einer Erhöhung von 60 % entspricht. Auch die Preise für andere Unterkunftsarten steigen erheblich, was von der Tourismusbranche als potenzieller Wettbewerbsnachteil kritisiert wird. Die Branchenvertretung Confecat bezeichnete die Maßnahme als „improvisiert“ und fordert eine Überprüfung der Strategie.
Ein Teil der Einnahmen, konkret 25 %, wird für Wohnungsbauprojekte verwendet, während die restlichen 75 % dem Fonds zur Förderung des Tourismus zugutekommen, der an die betroffenen Gemeinden verteilt wird. Trotz der Kritik zeigt eine Umfrage, dass 56 % der Bürger Barcelonas die Erhöhung des Zuschlags unterstützen.
Quelle: hosteltur tourismus
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