Sayalonga in der Provinz Málaga steht nach der schweren Gasexplosion im bekannten Restaurant Mesón Morisco am Montagabend unter Schock. Gegen 20 Uhr ereignete sich die Detonation, die den Lagerraum des Lokals sowie ein angrenzendes Wohnhaus zum Einsturz brachte. Acht Personen, darunter zwei Kinder, erlitten leichte Verletzungen, mussten aber nicht im Krankenhaus behandelt werden, wie der Notdienst 112 mitteilte. Die Schäden sind im zentralen Plaza Rafael Alcoba und an der Rückseite des Gebäudes deutlich sichtbar. Die Guardia Civil, die Bombenentschärfer-Einheit TEDAX sowie die Feuerwehr untersuchen weiterhin die Ursache des Unglücks.
Anwohner berichten von einem ohrenbetäubenden Knall, der sie in ihren Häusern erschütterte. Marisa Vilches schilderte, sie habe zunächst an ein Erdbeben gedacht, bevor sie zum Restaurant eilte. Dort bot sich ihr ein Bild der Verwüstung, doch zum Glück gab es keine schweren Verletzungen. Ähnlich berichtete María del Carmen Rodríguez, deren Fensterscheiben durch die Explosion erzitterten. Das Lokal war zum Zeitpunkt des Unglücks geöffnet, rund 50 Gäste verfolgten das Fußballspiel zwischen Spanien und Kap Verde.
Nach ersten Ermittlungen könnte eine Gasleckage an einem der im Lagerraum gelagerten Gaszylinder die Ursache für die Explosion sein. Das hintere Lager mit Kühlgeräten und der Gasversorgung, das sich im Obergeschoss des Restaurants befindet, wurde komplett zerstört. Auch die darüberliegende Wohnung und ein Nachbargebäude erlitten erhebliche Schäden. Feuerwehrleute bargen mehrere Gasflaschen und suchten nach möglichen Verschütteten unter den Trümmern.
Die ältere Mieterin der Wohnung über dem Restaurant entkam dem Unglück „wie durch ein Wunder“, berichten Nachbarn. Sie befand sich zum Zeitpunkt der Explosion in einem anderen Raum. Sie wurde vorübergehend in einem Ferienhaus bei ihrer Tochter untergebracht, während die Statik des Gebäudes geprüft wird. Die Eigentümerfamilie des Mesón Morisco dankte in einer Stellungnahme auf sozialen Medien für die Unterstützung und betonte, dass die Sicherheit des Teams oberste Priorität habe.
Das Restaurant bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Die Familie kündigte an, nach der Wiedereröffnung „stärker denn je“ zurückzukehren. Bürgermeisterin Sagrario Fernández zeigte sich erleichtert, dass keine schweren Verletzungen zu beklagen sind. Die Guardia Civil setzt die Ermittlungen zur genauen Ursache der Explosion fort.
Für Urlauber und Bewohner in der Axarquía-Region zeigt dieses Ereignis die Risiken, die mit Gasinstallationen verbunden sein können. Gerade in Restaurants und Betrieben, die auf Gasflaschen angewiesen sind, sind regelmäßige Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen unerlässlich. Besucher der Costa del Sol sollten sich bewusst sein, dass auch in touristisch beliebten Orten unerwartete Zwischenfälle auftreten können. Die Wiederinbetriebnahme des Mesón Morisco wird mit Spannung erwartet, da es zu den gastronomischen Highlights von Sayalonga zählt und viele Gäste aus der deutschsprachigen Community anzieht.
Quelle: surinenglish.com
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