Das Tribunal Administrativo Central de Recursos Contractuales (TACRC) hat die Ausschreibung von Renfe zur Gründung eines neuen Busunternehmens vorläufig gestoppt. Diese Maßnahme erfolgt, um mögliche schwerwiegende Schäden zu vermeiden, während der Fall von mehreren Verbänden des Verkehrssektors geprüft wird. Die Ausschreibung war von drei großen Transportunternehmen angefochten worden, die um den neuen Vertrag konkurrierten. Die Entscheidung des TACRC wird auf die Einwände kleinerer und mittlerer Unternehmen zurückgeführt, die argumentieren, dass die Ausschreibung die Wettbewerbsbedingungen im Sektor gefährde.
Renfe plante, mit diesem neuen Unternehmen alternative Transportdienste anzubieten, insbesondere im Hinblick auf bevorstehende Bauarbeiten im Schienennetz. Die Betreiberfirma schätzt, dass sie in den kommenden Jahren zwischen 200 und 300 Busse täglich benötigen wird, mit Spitzenwerten von bis zu 400 Fahrzeugen. Die klagenden Verbände kritisieren, dass die Ausschreibungsvoraussetzungen, darunter eine Mindestjahresumsatz von 75 Millionen Euro und eine Flotte von mindestens 500 Bussen, die Mehrheit der Unternehmen ausschließen würden. Nach ihren Berechnungen würden nur 10 bis 11 der über 2000 Unternehmen in der Branche diese Bedingungen erfüllen.
Direbús, einer der betroffenen Verbände, begrüßte die Entscheidung des Gerichts und forderte Renfe auf, den Ausschreibungsprozess zu überdenken. Der Verband schlägt eine neue Ausschreibung in kleineren Losen vor, um auch kleineren Unternehmen eine Chance zu geben. Renfe hatte die Ausschreibung als notwendig erachtet, um den wachsenden Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Transportdiensten entgegenzuwirken, da viele Ausschreibungen unbesetzt blieben oder zu hohen Preisen vergeben wurden. Der Prozess wurde nur einen Tag nach Ablauf der Frist für die Angebotsabgabe ausgesetzt. Das TACRC wird nun entscheiden, ob die Ausschreibung in der aktuellen Form fortgesetzt oder geändert werden muss.
Quelle: hosteltur tourismus
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