Hitzewelle in Málaga: Bis zu 40 Grad und tropische Nächte am Wochenende erwartet an der Costa del Sol (Malaga)

Hitzewelle in Málaga: Bis zu 40 Grad und tropische Nächte am Wochenende erwartet

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Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

19 Juni, 2026

In Málaga und Umgebung kündigt sich eine markante Hitzewelle an, die das Wochenende und die erste Juniwoche prägen wird. Die spanische Wetteragentur Aemet warnt vor sehr hohen und anhaltenden Temperaturen, die ab Sonntag, dem 21. Juni, einsetzen. Das astronomische Sommersaison beginnt an diesem Tag offiziell um 9.24 Uhr, knapp 20 Tage nach dem meteorologischen Sommerstart. Diese Phase wird voraussichtlich bis zum 23. September andauern.

Grund für die Hitzewelle ist ein Hochdruckrücken über Europa, der die Zufuhr einer sogenannten „DANA“ (Depression Aislada en Niveles Altos) im Westen Spaniens begünstigt. Diese Wetterkonstellation fördert die nordwärtsgerichtete Bewegung einer extrem warmen und trockenen Sahara-Luftmasse. Zusammen mit den üblichen hohen Sonnenscheindauern im Sommer führt dies zu einer deutlichen und langanhaltenden Erwärmung.

Die Temperaturen steigen ab Sonntag vor allem im Norden Spaniens stark an, mit besonders hohen Werten in Galicien und der Kantabrischen Region. Im Landesinneren werden Höchstwerte von 36 bis 38 Grad erwartet, im Osten des Landes sind sogar Spitzenwerte bis zu 40 Grad möglich. In den Tälern des Ebro, Tagus, Guadiana und Guadalquivir könnten die Temperaturen lokal sogar bis zu 42 Grad erreichen.

Für die Provinz Málaga bedeutet dies ebenfalls eine deutliche Hitzeperiode, wenngleich die Werte im Vergleich zu anderen Regionen Spaniens moderater ausfallen. In der Stadt Málaga werden Höchsttemperaturen zwischen 33 und 34 Grad prognostiziert. Besonders belastend werden die Nächte, die kaum unter 24 bis 25 Grad fallen – sogenannte „torrid“ oder sehr heiße Nächte. In den Innenorten der Provinz wie Antequera und Coín werden tagsüber Temperaturen um die 37 Grad erwartet, begleitet von ähnlich hohen nächtlichen Minimumwerten. Die Winde wehen überwiegend schwach aus südlicher Richtung.

Der Wetterexperte José Luis Escudero aus Málaga vergleicht die bevorstehende Hitzewelle mit den außergewöhnlich hohen Temperaturen Ende Mai, als auch in europäischen Hauptstädten wie Paris und London Rekordwerte gemessen wurden. Er rechnet mit einer der ersten großen Hitzewellen des Sommers 2026, die mehrere Tage anhalten und Höchsttemperaturen von bis zu 43 Grad sowie tropische bis torrid Nächte bringen könnte. Trotz der Hitze wird die Küste von Málaga erneut als eine Art „Oase“ gelten, da die Temperaturen dort nicht ganz so extrem ausfallen wie im Landesinneren, insbesondere nicht im Guadalquivir-Tal und anderen stark betroffenen Regionen.

Die Meerestemperaturen an allen Küsten Spaniens werden ebenfalls deutlich ansteigen, was den Badebetrieb beeinflussen dürfte. Am Montag wird sich das Wetter kaum verändern, nur in der Kantabrischen Region sind leichte Temperaturrückgänge möglich, ohne dass die Werte deutlich sinken. Dies könnte den Höhepunkt der Hitzewelle markieren.

Auch das nördliche Hochplateau, La Mancha, der Südosten des Landes sowie das Landesinnere Mallorcas müssen sich auf sehr hohe Temperaturen einstellen. Die Aemet warnt vor einer „signifikanten Gefahr“ insbesondere während der Mittagsstunden. Outdoor-Aktivitäten sollten eingeschränkt werden, vor allem für gefährdete Gruppen wie ältere Menschen oder Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem steigt das Risiko von Waldbränden, vor allem im Norden, wo auch trockene Gewitter mit wenig Niederschlag möglich sind.

Die Wetterlage bleibt jedoch unsicher, da Faktoren wie Nebel, Wolken in mittleren und oberen Atmosphärenschichten sowie die genaue Position der DANA die Intensität und Dauer der Hitzewelle beeinflussen können. Nach jetzigem Stand könnte die Temperatur ab Dienstag, dem 23. Juni, allmählich leicht sinken, dennoch werden die Werte weiterhin hoch bleiben. Ein genauer Zeitpunkt für das Ende der Hitzeperiode lässt sich bislang nicht festlegen.

Für Urlauber, Auswanderer und Bewohner der Provinz Málaga bedeutet dies, dass sie sich auf eine Phase großer Hitze einstellen müssen. Maßnahmen wie ausreichender Sonnenschutz, viel Flüssigkeitszufuhr und die Vermeidung von Anstrengungen in den heißesten Tagesstunden sind ratsam. Auch die erhöhte Waldbrandgefahr sollte sowohl von Einheimischen als auch von Touristen ernst genommen werden.

Die bevorstehende Hitzewelle zeigt, wie dynamisch und extrem die Sommer in Spanien sein können – mit erheblichen regionalen Unterschieden. Während die Küste von Málaga vergleichsweise milde Temperaturen verzeichnet, müssen die inneren Landesteile mit deutlich extremeren Bedingungen umgehen. Diese Entwicklung beeinflusst nicht nur das tägliche Leben und die Freizeitgestaltung, sondern auch die Infrastruktur und den Tourismus in der Region.

Quelle: surinenglish.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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