Katalonien plant über 260 km neue Radwege – Lücke zwischen Blanes und Tordera bleibt an der Costa Brava (Strand)

Katalonien plant über 260 km neue Radwege – Lücke zwischen Blanes und Tordera bleibt

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Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

19 Juni, 2026

Katalonien will seine Fahrradwege massiv ausbauen und plant, bis 2030 mehr als 260 Kilometer neue Radwege zu errichten. Das kündigte die katalanische Ministerin für Territorium, Wohnungswesen und ökologischen Wandel, Sílvia Paneque, am Weltfahrradtag am 3. Juni an. Gleichzeitig sollen über 400 Kilometer bestehende Radrouten für den Fahrradtourismus verbessert werden. Dieses ehrgeizige Programm ist Teil des „Programa d’Actuació de la Bicicleta 2026-2030“ und sieht eine Investition von über 240 Millionen Euro vor.

Aktuell sind zwölf neue Radwege mit einer Gesamtlänge von rund 40 Kilometern im Bau, wofür bereits 37 Millionen Euro ausgegeben werden. Die geplanten Radwege sollen vor allem den Alltagsverkehr fördern, indem sie sichere und durchgängige Verbindungen insbesondere für Strecken bis zu zehn Kilometern schaffen. Damit möchte die katalanische Regierung die Nutzung des Fahrrads als nachhaltiges Verkehrsmittel stärken und so den CO2-Ausstoß verringern sowie die Lebensqualität in den Städten verbessern.

Die Maßnahmen konzentrieren sich auf interurbane Radwege, die Pendler zwischen Stadtzentren und Industriegebieten verbinden sollen. Zudem werden neue Radwege in Verbindung mit anderen Verkehrsinfrastrukturen wie Schnellbuslinien und Straßenbauprojekten realisiert. So sind beispielsweise Fahrradwege in den Ausbau der Umgehungsstraßen von Les Preses und Olot integriert. Ziel ist es, eine kontinuierliche, sichere und funktionale Fahrradinfrastruktur zu schaffen, die den Radverkehr sowohl im Alltag als auch in der Freizeit fördert.

Neben dem Ausbau der Alltagsradwege investiert die Generalitat auch in den Fahrradtourismus. Für die Entwicklung und Verbesserung von über 400 Kilometern touristischer Radrouten sind mehr als sieben Millionen Euro vorgesehen. Diese Routen sollen das katalanische Territorium besser vernetzen und nachhaltigen Tourismus sowie wirtschaftliche Aktivitäten in ländlichen Regionen fördern. Wichtige Projekte sind unter anderem die Radachsen Berguedà, Congost-Ter, Diagonal, Intercatalunya, die Route Sió sowie die EuroVelo 8.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Intermodalität: Die Kombination von Fahrrad mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn soll durch den Ausbau sicherer Fahrradabstellplätze an Bahnhöfen verbessert werden. Pilotprojekte wie in Vilafranca del Penedès zeigen bereits, wie solche „Bicitancats“ funktionieren. Weitere Anlagen in Sant Celoni, Segur de Calafell und Reus befinden sich in der Fertigstellung. Die Zusammenarbeit zwischen Generalitat und Kommunen spielt dabei eine zentrale Rolle.

Trotz dieser umfassenden Pläne gibt es Kritik an einer fehlenden Verbindung auf der Strecke zwischen Blanes und Tordera an der Costa Brava. Dort existierte bisher ein Fahrradweg entlang der GI-600, der jedoch an der Einmündung der Autobahn C-32 in Tordera abrupt endet. Eine neu errichtete Verkehrskreisel hat einen Abschnitt des Radwegs beseitigt, sodass die Verbindung nicht mehr durchgängig ist. Für Pendler und Freizeitradler in dieser Region stellt dies eine erhebliche Einschränkung dar. Bisher gibt es keine offiziellen Pläne, diesen Lückenschluss zu realisieren.

Das Programm zur Fahrradförderung in Katalonien sieht zudem eine koordinierte Steuerung und kontinuierliche Überwachung der Maßnahmen vor. Dazu gehören die Einrichtung einer Fahrrad-Arbeitsgruppe, institutionelle Koordination, die Aktualisierung technischer Richtlinien für Radwege, ein Fahrrad-Barometer zur Erfassung der Nutzung sowie Förderprogramme für Fahrradbildung an Schulen. Die katalanische Regierung setzt damit auf eine umfassende Strategie, um das Fahrrad als Verkehrsmittel langfristig zu etablieren und den Radverkehr sicherer und attraktiver zu machen.

Für deutschsprachige Urlauber und Residenten in Katalonien bedeutet das Programm eine verbesserte Infrastruktur, die Ausflüge mit dem Fahrrad sicherer und angenehmer machen wird. Insbesondere Regionen mit touristisch attraktiven Routen profitieren von den Investitionen, während Pendler von besseren Verbindungen zwischen Wohnorten und Arbeitsplätzen profitieren können. Allerdings sollten Radfahrer an der Costa Brava die fehlende Verbindung zwischen Blanes und Tordera bei der Planung beachten und gegebenenfalls alternative Strecken suchen.

Quelle: blanesaldia.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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