Madrid-Havanna: Iberia und andere Airlines streichen über 2.600 Sitzplätze wöchentlich – Tourismus (Flughafen)

Madrid-Havanna: Iberia und andere Airlines streichen über 2.600 Sitzplätze wöchentlich

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Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

8 Juni, 2026

Die Flugverbindungen zwischen Spanien und Kuba haben im Juni einen drastischen Kapazitätsrückgang erlitten. Iberia, World2Fly und Cubana de Aviación haben ihre Direktflüge gestrichen, wodurch wöchentlich rund 2.600 Sitzplätze in beide Richtungen verloren gehen. Diese Entwicklung trifft vor allem den Luftverkehr zwischen Madrid und Havanna und belastet die touristische Anbindung der Karibikinsel erheblich.

Iberia hat ihre Flüge von Madrid nach Havanna komplett ausgesetzt. Nach einer Reduzierung von drei auf zwei wöchentliche Flüge im Mai entfällt ab Juni der gesamte Flugverkehr auf dieser Strecke. Mit einem Airbus A330-200, der 288 Passagiere fasst, bedeutet dies den Wegfall von 576 Sitzplätzen pro Woche in eine Richtung. Die Fluggesellschaft plant, die Verbindung ab November wieder aufzunehmen, sofern sich die Lage in Kuba stabilisiert.

Parallel dazu hat World2Fly die Route Madrid-Havanna eingestellt. Zuvor reduzierte die Airline ihre Frequenz von zwei auf einen Flug pro Woche aufgrund einer Kraftstoffkrise. Mit einem Airbus A350-900 und 432 Sitzplätzen entfallen somit weitere 864 Plätze wöchentlich hin und zurück. Cubana de Aviación, die zuvor mit Plus Ultra zusammenarbeitete, hat ebenfalls ihren einzigen wöchentlichen Flug zwischen Madrid, Santiago de Cuba und Havanna eingestellt. Hier fallen pro Woche rund 598 Sitzplätze weg.

Diese drei Rückzüge führen zu einem erheblichen Engpass im Luftverkehr zwischen Spanien und Kuba. Air Europa bleibt als einzige Fluggesellschaft mit regelmäßigen Verbindungen erhalten, allerdings mit einer technischen Zwischenlandung zum Auftanken in Santo Domingo auf dem Rückweg nach Madrid. Die Konzentration des Flugverkehrs auf einen Anbieter erhöht die operative Anfälligkeit und schränkt die Flexibilität für Passagiere und Reiseveranstalter ein.

Die Ursachen für diese Situation sind vielfältig. Iberia nennt die gesunkene Nachfrage und die außergewöhnliche Lage in Kuba als Gründe für die Flugstreichungen. Cubana de Aviación verweist auf die Aufgabe von Plus Ultra als Betreiber infolge von US-Sanktionen. World2Fly begründet den Rückzug mit der Verschlechterung der operativen Bedingungen vor Ort, insbesondere der Kraftstoffknappheit. Zusätzlich beeinträchtigt der Rückgang internationaler Touristen die gesamte touristische Wertschöpfungskette auf der Insel.

Für deutsche, österreichische und schweizerische Urlauber sowie Auswanderer nach Kuba bedeutet die reduzierte Flugkapazität weniger Reiseoptionen und höhere Preise. Reiseveranstalter und Agenturen stehen vor Herausforderungen bei der Buchungsverwaltung, dem Management von Umbuchungen und der Sicherstellung von Kontingenten. Die eingeschränkte Flugverbindung kann auch kurzfristige Reisen erschweren und macht eine frühzeitige Planung wichtiger denn je.

Die touristische Attraktivität Kubas bleibt trotz der aktuellen Schwierigkeiten bestehen. Die Kultur, das karibische Flair und die Hotelinfrastruktur gelten weiterhin als Anziehungspunkte. Dennoch hängt der Erfolg des Reiseziels maßgeblich von einer verlässlichen Luftanbindung ab. Ohne ausreichende Sitzplatzkapazitäten droht die Insel in der Wintersaison weiter an Marktanteilen zu verlieren.

Ob die Kapazitätskürzungen vorübergehend sind oder sich dauerhaft etablieren, hängt von der Entwicklung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Sollte Iberia die Verbindung im November wieder aufnehmen, könnte sich die Lage entspannen. Bleiben jedoch die Energiekrise, die Sanktionen und die geringe Nachfrage bestehen, ist mit einer anhaltenden Reduzierung der Flugangebote zu rechnen. Für den Tourismus in Spanien und Kuba bedeutet dies eine Phase erhöhter Unsicherheit und notwendiger Anpassungen.

Quelle: hosteltur.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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