Malaga: Acht Jugendliche wegen Gewalt und Illegaler Freiheitsberaubung verurteilt an der Costa del Sol (Malaga Strasse Jug…

Malaga: Acht Jugendliche wegen Gewalt und Illegaler Freiheitsberaubung verurteilt

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Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

4 Juni, 2026

Im Jugendgericht von Malaga fielen nun Urteile gegen acht Jugendliche, die im Stadtteil El Palo an schweren Gewalttaten beteiligt waren. Die Jugendlichen hatten einen Minderjährigen und einen jungen Mann mit Macheten bedroht, festgehalten und körperlich attackiert. Die Vorfälle sind das Ergebnis einer Fehde, die sich über mehrere Wochen erstreckte und im März 2025 ihren Höhepunkt erreichte.

Der erste Angriff ereignete sich am Abend des 8. März. Einer der Haupttäter begegnete dem späteren Opfer zusammen mit einem Freund auf der Straße. Zunächst versuchte er, ihn zu treten, bevor er mit Fäusten und Ellbogen weiter zuschlug. Im Anschluss raubte er dem Opfer 20 Euro und ein E-Zigaretten-Gerät, ehe er fluchtartig auf einem Elektroroller verschwand.

Die Situation eskalierte jedoch am 22. März deutlich. Gegen 23:30 Uhr traf der Angreifer mit zwei weiteren Jugendlichen auf den Bruder des ersten Opfers, der gerade 18 Jahre alt geworden war, und dessen jüngeren Freund. Die Gruppe war mit Messern, darunter zwei Macheten, und Schlagringen bewaffnet. Als sie den Bruder direkt ansprachen, leugnete dieser aus Angst, woraufhin einer der Täter mit den Worten drohte: „Wenn du redest, steche ich dich ab.“

Die Zahl der Angreifer wuchs rasch auf 15 bis 20 Personen an, darunter fünf weitere Minderjährige, die nun ebenfalls verurteilt wurden, sowie mehrere Erwachsene. Alle waren bewaffnet, mindestens eine Person trug sogar eine Pistole bei sich. Die Gruppe umringte die beiden jungen Männer und zwang sie, den Bruder zu einem Treffen zu bewegen. Das Opfer des ersten Überfalls bemerkte die Angst in der Stimme des Freundes seines Bruders am Telefon und lehnte ab, da er einen Hinterhalt vermutete.

Die Täter zwangen die beiden Jungen daraufhin, sie zu deren Zuhause zu führen. Dabei hielten sie dem Bruder ein Messer an den Rücken und schlugen ihn mit Schlagringen. „Entweder du nimmst uns mit, oder wir schneiden dich auf“, rief einer der Täter. Die Jugendlichen mussten gehorchen, obwohl sie sich in großer Gefahr befanden.

Am Wohnhaus angekommen, drehten die Täter die Überwachungskamera weg, um keine Aufnahmen zu hinterlassen. Sie bedrohten den Bruder weiter und forderten ihn auf, seinen älteren Bruder herauszuholen, andernfalls würden sie seinen Freund töten. Außerdem nutzten sie die Handys der Geiseln, um erneut Druck auf den dritten Beteiligten auszuüben. Dieser sollte binnen einer halben Stunde zum Hauseingang kommen, andernfalls drohten sie, beiden die Kehlen durchzuschneiden.

Statt sich in Gefahr zu begeben, gab der Junge aus der Wohnung seinem Bruder zwei Pfeffersprays. Die Lage spitzte sich zu, als die Schwester des Jungen nach unten kam, um die Gruppe zum Gehen zu bewegen. Dabei wurde sie von einem der Haupttäter mit Pfefferspray attackiert, ebenso wie der festgehaltene Minderjährige.

Etwa eine Stunde später, während das erste Opfer bereits bei der Nationalpolizei eine Anzeige erstattete, erhielten sie über Instagram Einschüchterungsnachrichten von zwei der verurteilten Jugendlichen. In den Audio-Botschaften drohten sie mit weiteren Angriffen und behaupteten, den Wohnort des Opfers zu kennen.

Das Jugendgericht in Malaga hielt die Verhandlung am 15. Mai ab. Alle acht Angeklagten gestanden die Vorwürfe. Sie wurden zu neun Monaten halbfreier Haft verurteilt, wobei die bereits verbüßte Zeit angerechnet wird. Zusätzlich unterliegen sie einer einjährigen Bewährungszeit mit Auflagen. Dazu zählen die Verpflichtung, eine Arbeit zu suchen, Berufsausbildung zu absolvieren, an Workshops teilzunehmen und sich in anerkannten Sportaktivitäten zu engagieren.

Eine zweijährige Kontakt- und Annäherungssperre gegenüber den Opfern wurde ebenfalls verhängt. Die Urteile sollen nicht nur der Bestrafung dienen, sondern auch die Wiedereingliederung der Jugendlichen fördern und weitere Gewalttaten verhindern. Die Vorfälle im El Palo Viertel zeigen die Herausforderungen, denen sich die Jugendgerichtsbarkeit in Malaga gegenübersieht, wenn es gilt, Jugendkriminalität entschieden und gleichzeitig pädagogisch zu begegnen.

Für deutschsprachige Bewohner und Urlauber in Malaga ist die Entscheidung ein Signal für die konsequente Ahndung von Jugendgewalt, die auch an beliebten Wohn- und Ferienorten wie El Palo nicht toleriert wird. Wer in der Region lebt oder plant, dort längere Zeit zu verweilen, sollte sich der Sicherheitslage bewusst sein und bei ähnlichen Vorfällen umgehend die Polizei kontaktieren.

Quelle: surinenglish.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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