Málaga erlebt derzeit eine Phase außergewöhnlichen Wachstums und wirtschaftlicher Dynamik. Die Provinz hat sich als wichtiger wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Knotenpunkt in Spanien und Europa etabliert. Francisco Salado, Präsident der Provinzregierung Málaga (Diputación), betont, dass die verantwortungsbewusste und bürgernahe Verwaltung der Diputación maßgeblich zu diesem Fortschritt beigetragen hat. Dabei steht die Unterstützung der Gemeinden und ihrer Einwohner stets im Mittelpunkt. Trotz des Erfolgs warnt Salado jedoch vor Selbstzufriedenheit und unterstreicht die Bedeutung, die Herausforderungen der Entwicklung aktiv anzugehen.
Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg Málagas ist die lebendige Zivilgesellschaft und die starke internationale Ausrichtung der lokalen Wirtschaft. Die Provinz profitiert von engen Kooperationen zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft, die Innovationen und Wachstum fördern. Die Diputación hat ihre Rolle als Motor für den regionalen Zusammenhalt gestärkt, indem sie erhebliche Mittel an die Kommunen verteilt hat. Ziel ist es, den Fortschritt nicht nur auf die Küstenregion zu beschränken, sondern auch das Landesinnere einzubeziehen. Zu den konkreten Maßnahmen zählen neue Initiativen zur Schaffung von Arbeitsplätzen, der Ausbau der Infrastruktur, insbesondere der Straßen und Wasseranlagen, sowie direkte Hilfen für lokale Verwaltungen.
Die letzten Dürreperioden haben die Wasserknappheit in der Provinz verschärft. Deshalb hat die Diputación zusammen mit Gemeinden, Gemeindeverbänden und der Regionalregierung Andalusiens ein umfassendes Programm gestartet, um Wasserverluste zu reduzieren und die Effizienz der Wassernetze zu erhöhen. In Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern wurden Leckagen systematisch erfasst, und ein Plan zur besseren Nutzung und Wiederverwendung von aufbereitetem Wasser für die Landwirtschaft ist in Arbeit. Jährlich investiert die Provinz mehr als 30 Millionen Euro in diesen Bereich. Allerdings fordert Salado vom spanischen Staat, dass dieser seinen Teil übernimmt, insbesondere durch den Bau von Meerwasserentsalzungsanlagen in der Axarquía-Region sowie zwischen Mijas und Fuengirola. Auch der Bau der Staudämme Cerro Blanco, der Überschwemmungen im Guadalhorce-Tal verhindern soll, und Gibralmedina steht auf der Wunschliste.
Neben der Wasserinfrastruktur sind Investitionen in den Verkehr essenziell. Die Provinz braucht dringend Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr, wobei die Costa del Sol-Eisenbahnlinie als zentrales Projekt gilt. Sie soll die Anbindung von Marbella, Estepona und dem Campo de Gibraltar im Westen sowie bis Nerja im Osten verbessern. Auch der Pendlerzug im Guadalhorce-Tal soll modernisiert werden. Trotz des starken Wirtschaftswachstums und steigender Steuererträge, die in Málaga jährlich um etwa 20 Prozent zulegen, stocken diese wichtigen Infrastrukturprojekte. Salado kündigt an, sich weiterhin für deren Umsetzung einzusetzen – unabhängig davon, welche Regierung an der Macht ist.
Der Tourismussektor bildet das Rückgrat der Wirtschaft an der Costa del Sol. Málaga zählt zu den weltweit führenden Touristenzielen und entwickelt sich zugleich zu einem bedeutenden Technologiezentrum. Im Technologiepark Málaga arbeiten rund 27.940 Menschen, und die Unternehmen generieren einen Umsatz von über 4,18 Milliarden Euro. Zudem werden jährlich über 187 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Dieses Zusammenspiel von Tourismus, Technologie und Agrarwirtschaft schafft eine vielfältige und zukunftsfähige Wirtschaftsstruktur.
Salado warnt vor einer wachsenden „Tourismusphobie“ in politischen Kreisen, die seiner Ansicht nach populistisch und verantwortungslos agieren. Der Tourismussektor sichert in der Provinz rund 157.000 Arbeitsplätze und erwirtschaftet etwa 25 Milliarden Euro jährlich. Ein besonderes Projekt ist das Programm „Málaga no Caduca“, das gegen Lebensmittelverschwendung vorgeht. Mit einer Investition von zehn Millionen Euro unterstützt die Diputación eine Plattform, die überschüssige Lebensmittel aus Hotels, Gastronomie und Einzelhandel an bedürftige Menschen weiterleitet. Über 30.000 Menschen sollen davon profitieren.
Málaga präsentiert sich als weltoffene Provinz mit einer wachsenden ausländischen Bevölkerung. Die Region betont die Integration von Neubürgern und Unternehmen, ohne ihre kulturelle Identität zu verlieren. Wer hier lebt und arbeitet und zum Fortschritt der Region beiträgt, gilt als echter Malagueño. Dieses Selbstverständnis prägt das Selbstbild der Provinz und die Arbeit der Diputación. Die Verantwortlichen setzen alles daran, dass das derzeitige Wachstum nicht nur eine Phase bleibt, sondern die Grundlage für eine nachhaltige und inklusive Zukunft bildet.
Quelle: surinenglish.com
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