Malaga wächst bis 2041 um 64 % der neuen Andalusier – Bevölkerung erreicht 2,07 Millionen an der Costa del Sol (Malaga)

Malaga wächst bis 2041 um 64 % der neuen Andalusier – Bevölkerung erreicht 2,07 Millionen

User avatar placeholder
Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

18 Juni, 2026

Andalusien steht vor einem deutlichen Bevölkerungswachstum: Bis zum Jahr 2041 wird die Region voraussichtlich um fast 392.000 Einwohner zulegen und somit knapp 9,1 Millionen Menschen beherbergen. Auffällig ist die Rolle der Provinz Malaga, die mit etwa 254.000 neuen Bewohnern für 64 Prozent des Zuwachses verantwortlich sein wird. Damit steigt die Einwohnerzahl Malagas in den kommenden 15 Jahren um rund 14 Prozent auf 2,07 Millionen an, wie aktuelle Prognosen des spanischen Nationalen Instituts für Statistik (INE) zeigen.

Trotz dieses Wachstums wird Malaga nicht die demografisch dynamischste Provinz Andalusiens sein. Die Provinz Almeria übertrifft mit einem prognostizierten Wachstum von 16 Prozent auf rund 908.000 Einwohner Malaga in dieser Hinsicht. Im Gegensatz dazu zeichnen sich in drei Provinzen deutliche Rückgänge ab: Jaén verliert mehr als 47.600 Einwohner, was einem Minus von 7,7 Prozent entspricht. Auch Córdoba schrumpft um über 33.000 Personen (-4,3 %) und Cádiz verzeichnet einen leichten Rückgang von etwa 1.000 Einwohnern (-0,1 %).

Granada und Huelva werden moderate Zuwächse von etwa fünf Prozent verbuchen können, während Sevilla nahezu stagnieren wird und nur um ein Prozent auf gut zwei Millionen Einwohner wächst. Die anhaltende Dynamik Malagas lässt die Provinz bis 2041 zur fünftbevölkerungsreichsten Spaniens aufsteigen – hinter Madrid, Barcelona, Valencia und Alicante, aber noch vor Sevilla. Frühere INE-Prognosen hatten das Überschreiten der Zwei-Millionen-Grenze bereits für 2031 vorhergesagt, nun wird dieses Ereignis erst für 2035 erwartet. Der demografische Vorsprung gegenüber Sevilla soll demnach erst 2037 realisiert werden.

Im Vergleich zum nationalen Durchschnitt von 8,5 Prozent Wachstum bei 53,84 Millionen Einwohnern bleibt Malagas Zuwachs höher. Dennoch gibt es in Spanien mehrere Provinzen mit noch stärkeren Zuwächsen, darunter Guadalajara (18,8 %), Alicante (18,2 %), Castellón (17 %) und die Balearen (16 %). Diese Entwicklung spiegelt die Trends der letzten 15 Jahre wider, in denen Malaga bereits einen Bevölkerungsanstieg von 14,6 Prozent verzeichnete – nur von den Balearen (15,4 %) übertroffen.

Die Prognosen des INE berücksichtigen auch die Herkunft der neuen Einwohner. Während Malaga bis 2041 insgesamt mehr als 254.000 neue Bewohner gewinnen wird, verliert die Provinz fast 7.000 gebürtige Spanier, was einem Rückgang von 0,5 Prozent entspricht. Das Wachstum beruht somit fast ausschließlich auf Zuwanderung aus dem Ausland. Über 260.000 Menschen aus anderen Ländern werden in den kommenden 15 Jahren nach Malaga ziehen, was die Zahl der im Ausland Geborenen auf über 714.200 erhöht – ein Plus von 57 Prozent.

Spanien insgesamt erwartet einen Bevölkerungszuwachs von mehr als 4,25 Millionen Menschen durch die Ankunft von sechs Millionen Einwanderern, die den Rückgang der Geburtenrate von über 1,7 Millionen ausgleichen. Die Zahl der Einwanderer aus dem Ausland wird allerdings von etwa 64.000 im Jahr 2026 auf rund 39.000 im Jahr 2040 sinken. Gleichzeitig steigt die Zuwanderung aus anderen spanischen Regionen von 27.000 auf 31.500 Personen. Trotz eines gewissen Wegzugs aus Malaga – weniger Menschen wandern ins Ausland ab, aber mehr in andere Provinzen Spaniens – bleibt die Nettomigration positiv.

Diese anhaltende Bevölkerungszunahme führt jedoch nicht zu einer Verjüngung der Bevölkerung. Das Durchschnittsalter in Malaga wird von 43,74 Jahren im Jahr 2026 auf 47,46 Jahre im Jahr 2041 steigen, ein Trend, der sich auch auf ganz Spanien überträgt. Parallel dazu prognostiziert das INE einen Anstieg der Haushalte in Malaga von aktuell 715.838 auf 827.000 bis 2041. Der Anteil der Einpersonenhaushalte bleibt stabil bei etwa 30 Prozent und wächst von rund 200.000 auf 236.000 an.

Für deutschsprachige Urlauber, Auswanderer und Expats in Malaga bedeutet dieser Trend eine wachsende, vielfältige Bevölkerung und eine zunehmende Bedeutung der Provinz als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Andalusiens. Die steigende Einwohnerzahl bringt Herausforderungen wie den Bedarf an Wohnraum und Infrastruktur mit sich, bietet aber auch Chancen für Arbeitsmarkt und soziale Angebote. Für Reisende könnte die Region dynamischer und urbaner werden, zugleich aber auch mit den Folgen des demografischen Wandels konfrontiert sein.

Insgesamt zeigt sich, dass Malaga in den kommenden Jahrzehnten eine Schlüsselrolle in der demografischen Entwicklung Andalusiens und Spaniens einnimmt. Während andere Provinzen schrumpfen oder stagnieren, wächst Malaga kräftig, vor allem dank internationaler Zuwanderung. Die Stadt und ihre Umgebung werden damit weiterhin attraktiv für Neubürger und Investoren bleiben, was sich auf das Leben vor Ort und die touristische Infrastruktur auswirken wird.

Quelle: surinenglish.com
Zum Original

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

Entdecken Sie spannende Tipps und Informationen.

→ Mehr erfahren

Schreibe einen Kommentar