Neues Zollgebäude in Málaga verzögert sich wegen Einspruch von Bauunternehmen an der Costa del Sol (Malaga)

Neues Zollgebäude in Málaga verzögert sich wegen Einspruch von Bauunternehmen

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Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

6 Juni, 2026

In Málaga verzögert sich der Bau des neuen Zollgebäudes im Hafen mindestens um drei Monate. Die Hafenbehörde Málaga hatte Ende Januar die Ausschreibung für den Neubau gestartet, doch ein Einspruch der örtlichen Bauunternehmervereinigung (ACP) blockiert den Prozess. Das Zollgebäude soll vom aktuellen Standort am Muelle de Heredia verlegt werden, um den Weg für ein großes Büro- und Parkhausprojekt im Hafen frei zu machen. Dieses Projekt ist Teil des Hafen-Sonderplans, der den Muelle 4 in das Stadtzentrum integrieren soll – ähnlich wie bereits bei den Kais 1 und 2 geschehen.

Der Hafenchef Carlos Rubio erklärte, dass man auf eine Berufung gegen den Beschluss verzichte, um keine weitere Zeit zu verlieren. Die Hafenbehörde arbeitet bereits an einer Überarbeitung der Ausschreibungsunterlagen, um diese Ende Juni erneut vorzulegen. „Wir verlieren drei Monate, aber angesichts der bisherigen Verzögerungen macht das keinen großen Unterschied“, so Rubio. Der Einspruch der ACP richtet sich gegen die ursprünglichen Anforderungen, die eine spezielle Klassifizierung für die Bauunternehmen vorsahen. Diese wurde nun für überzogen erklärt und aufgehoben.

Die Verzögerungen bei diesem Projekt sind nicht neu. Über Jahre hinweg gab es intensive technische Diskussionen mit dem Zentrum für Technische Studien (Cedex) und dem spanischen Hafenamt Puertos del Estado bezüglich der optimalen Fundierung des Gebäudes auf dem aufgeschütteten Gelände des Muelle de Heredia. Rubio erklärte, dass diese Diskussionen sich über zwei Jahre erstreckten und die ursprüngliche Klassifizierung sicherstellen sollte, dass nur erfahrene Firmen mit Spezialkenntnissen für solche Fundamentlösungen zum Zug kommen. Die Bauunternehmervereinigung sah darin jedoch eine übermäßige Hürde und legte Einspruch ein.

Das neue Zollgebäude wird auf einem 1.144 Quadratmeter großen Grundstück nahe dem Eingang des Hafens an der Alameda de Colón errichtet, direkt an der Avenida Manuel Agustín Heredia, gegenüber dem Gesundheitszentrum José Estrada. Dort steht auch ein großer Feigenbaum, der in der Planung berücksichtigt wird. Das Gebäude soll rund 130 Beschäftigten der Steuerbehörde Platz bieten und gleichzeitig bis zu 100 Nutzer aufnehmen können. Geplant ist ein modernes, funktionales Bauwerk mit einem Untergeschoss für etwa 30 Parkplätze, einem Erdgeschoss und vier Obergeschossen. Zudem entsteht ein angrenzender Lagerbereich.

Sobald die Ausschreibung abgeschlossen ist, wird die Bauzeit auf etwa 20 Monate geschätzt. Die Arbeiten sollen Ende dieses Jahres beginnen und gegen Ende 2028 abgeschlossen sein. Die Hafenbehörde setzt alles daran, die Verfahren zu beschleunigen, denn das Zollgebäude zählt zu den wichtigsten Projekten im Rahmen der Hafenintegration. Parallel zum Bau des Zollgebäudes laufen die Planungen für das Büroprojekt auf dem Muelle de Heredia weiter.

Das Büroprojekt wird voraussichtlich ausgeschrieben, wenn weniger als zwei Jahre bis zur Fertigstellung des Zollgebäudes verbleiben. Ziel ist es, dass die Bauarbeiten unmittelbar nach dem Umzug der Zollbehörde starten können. Dieses Vorhaben gilt als letzter Baustein, um das Viertel Soho in Málaga weiter zum Meer hin auszudehnen. Bereits umgesetzt wurde die neue Zentrale der Guardia Civil neben dem Ozeanographischen Institut am Muelle de San Andrés. Dieses Gebäude auf 2.854 Quadratmetern kostete 1,376 Millionen Euro und bietet Platz für 70 bis 80 Beamte verschiedener Einheiten.

Insgesamt sind auf der Avenida Manuel Agustín Heredia drei parallele Gebäude mit Erdgeschossnutzung für den Einzelhandel und jeweils vier Stockwerken für Büros geplant. Die Gesamtfläche soll rund 26.500 Quadratmeter betragen. Zudem sind zwei Untergeschosse mit etwa 1.200 Parkplätzen vorgesehen, sofern die Pläne genehmigt werden. Die Verlagerung der Steuerbehörde ist entscheidend, um das große Büroprojekt am Muelle de Heredia realisieren zu können und so die Hafenentwicklung voranzutreiben.

Für deutschsprachige Besucher und Bewohner von Málaga bedeutet diese Verzögerung, dass die Infrastruktur am Hafen langsamer modernisiert wird als geplant. Das Zollgebäude spielt eine wichtige Rolle für den reibungslosen Warenverkehr und die Zollabfertigung im Hafen, der eine bedeutende Drehscheibe für den Handel zwischen Europa und Asien ist. Auch für Auswanderer und Geschäftsleute vor Ort bleibt der Hafen ein zentraler Punkt, dessen Entwicklung sie weiter beobachten sollten. Der Hafen Málaga ist zudem der erste europäische Hafen auf der maritimen Route zwischen China und Europa, was seine strategische Bedeutung unterstreicht. Die Verzögerungen könnten daher auch Auswirkungen auf die wirtschaftliche Dynamik der Region haben.

Quelle: surinenglish.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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