Neun Jahre Haft wegen Missbrauchs eines 13-Jährigen in Consell auf Mallorca gefordert in Spanien (Gericht Spanien)

Neun Jahre Haft wegen Missbrauchs eines 13-Jährigen in Consell auf Mallorca gefordert

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Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

16 Juni, 2026

In Palma begann am Montag der Prozess gegen einen 45-jährigen Mann, dem vorgeworfen wird, den 13-jährigen Bruder seines Freundes sexuell missbraucht zu haben. Die Tat soll sich in der Nacht des 31. August 2022 in der Gemeinde Consell auf Mallorca ereignet haben. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von neun Jahren wegen sexueller Übergriffe auf einen Minderjährigen unter 16 Jahren.

Der Angeklagte habe das Vertrauen des älteren Bruders des Opfers ausgenutzt, um das Kind zu sich nach Hause zu locken. Dem Jungen wurden laut Anklage mehrere beunruhigende Nachrichten per WhatsApp geschickt, darunter Sätze wie „Diese Nacht gehörst du mir“, „Ich werde dich vermissen“ und „Geh nicht zu deiner Mutter“. Das Kind schenkte den Nachrichten zunächst keine Beachtung und ging zur Wohnung des Freundes seines Bruders.

Dort angekommen, begab sich der Junge direkt ins Badezimmer, um sich zu duschen. Er hatte sich zuvor die Haare mit Spray blau gefärbt. Währenddessen betrat der Angeklagte mehrfach das Badezimmer und starrte das Kind an. Anschließend legten sich beide zusammen ins Bett. Die Staatsanwaltschaft beschreibt, wie der Beschuldigte sich dem Jungen von hinten näherte, ihn berührte und versuchte, sexuelle Handlungen vorzunehmen. Das Kind zeigte sich nervös und versuchte, sich zu distanzieren.

Der Angeklagte umarmte das Kind erneut und brachte seine Hand unter die Unterhose des Jungen, wobei er ihm einen Finger in den Anus einführte. Das Kind verspürte dabei Schmerzen. Aus Angst sprang der Junge plötzlich aus dem Bett und ging in die Küche, um Wasser zu trinken. Der Angeklagte folgte ihm und brachte ihn zurück ins Schlafzimmer. Dort bat der Junge, den Fernseher einzuschalten, nutzte jedoch die Gelegenheit, um seiner Schwägerin per Handy mitzuteilen, dass er Angst habe und abgeholt werden wolle, da seine Schwester nicht antwortete.

Neben der Gefängnisstrafe verlangt die Staatsanwaltschaft eine Entschädigung in Höhe von 5.000 Euro für das Opfer. Der Fall verdeutlicht die besondere Schutzbedürftigkeit von Minderjährigen und die Gefahren, die aus dem Missbrauch von Vertrauensverhältnissen entstehen können.

Für deutschsprachige Bewohner und Touristen auf Mallorca ist dieser Fall ein mahnendes Beispiel. Gerade in kleineren Gemeinden wie Consell, die bei Urlaubern und Auswanderern beliebt sind, zeigt sich, wie wichtig Aufmerksamkeit im Umgang mit Kindern und Jugendlichen ist. Eltern sollten besonders darauf achten, wem sie ihre Kinder anvertrauen. Auch die Behörden auf Mallorca setzen verstärkt auf Prävention und Aufklärung, um solche Straftaten zu verhindern.

Der Prozess in Palma wird mit Spannung verfolgt, da er exemplarisch für die strafrechtliche Verfolgung von Sexualdelikten an Minderjährigen auf den Balearen steht. Die Justiz signalisiert mit der Forderung einer langjährigen Haftstrafe eine klare Linie gegen sexuelle Gewalt, insbesondere wenn Täter ihr Umfeld ausnutzen, um Zugang zu Kindern zu erhalten.

Quelle: diariodemallorca.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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