Renfe hat das umfangreiche Programm „Plan A Punto“ gestartet, um innerhalb von 18 Monaten 110 Bahnhöfe des Nahverkehrs und des Meterspur-Netzes in Spanien zu modernisieren. Mit einem Gesamtbudget von 24,8 Millionen Euro sollen die Stationen sichtbare Schäden beheben, die Barrierefreiheit verbessern und den Komfort für die Fahrgäste erhöhen. Die Arbeiten beginnen bereits 2026 und sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein.
Das Projekt sieht vor, die Investitionen auf sieben geografische Bereiche aufzuteilen, wobei Madrid und Barcelona mit jeweils 4,8 Millionen Euro die größten Anteile erhalten. Weitere Mittel fließen in Regionen wie Andalusien, das Baskenland, Asturien, Kantabrien und Galicien. Die Kosten pro Einzelmaßnahme liegen zwischen 100.000 und 500.000 Euro, wobei pro Gebiet 12 bis 18 Maßnahmen geplant sind.
Die Maßnahmen konzentrieren sich auf schnelle und sichtbare Verbesserungen. Dazu zählen die Erneuerung von Zugängen, Wartehallen, Beleuchtung, Bahnsteigen, Fassaden, Parkplätzen, Fahrradabstellanlagen sowie taktile Leitsysteme für sehbehinderte Nutzer. Ziel ist es, die Funktionalität der Anlagen zu verbessern und die Aufenthaltsqualität deutlich zu erhöhen. Besonders für Touristen und Pendler sind diese Aufwertungen relevant, da sie in stark frequentierten Regionen wie Madrid, Barcelona und der Comunidad Valenciana stattfinden.
In Madrid begann die erste Baustelle am 1. Juni in Galapagar-La Navata. Dort werden unter anderem die Beleuchtung verbessert, die Zugänglichkeit optimiert und Schutzmaßnahmen gegen Witterungseinflüsse installiert. Ebenfalls in Madrid startet die umfassende Sanierung des Unterführungsbereichs und der Zugänge am Bahnhof Las Rozas, um Sicherheit und Barrierefreiheit zu erhöhen. In Katalonien sind Vilanova i la Geltrú und Sitges erste Stationen mit umfangreichen Modernisierungen der Empfangshallen und energetischen Verbesserungen.
Auch in der Comunidad Valenciana gehen die Arbeiten zügig voran. Alzira wird als erstes mit neuen Zugängen und einem frischen Erscheinungsbild ausgestattet. Kurz darauf folgen Catarroja und Cullera mit umfassenden Verbesserungen an Fassaden, Zugängen, Wartehallen und Beleuchtung. Im Baskenland stehen die Bahnhöfe Balmaseda und La Herrera auf dem Programm, während Andalusien mit den Bahnhöfen Plaza Mayor, Montemar Alto und Torreblanca in der Nähe von Málaga versorgt wird.
Asturien beteiligt sich mit den Bahnhöfen Avilés AC und Avilés Apeadero, wo die Außenanlagen, Wartehallen und Beleuchtung erneuert werden. In Galicien plant Renfe Maßnahmen an O Alto do Castiñeiro und Santa Icía, vor allem an den Bahnsteigüberdachungen und der Beleuchtung. Die Arbeiten sollen so organisiert werden, dass der Bahnbetrieb weitgehend aufrechterhalten bleibt.
Die Auswahl der Bahnhöfe und Maßnahmen basiert auf Kriterien wie dem Nutzen für die Reisenden, dem Dringlichkeitsgrad, dem technischen Aufwand und der Dauer der Bauarbeiten. Renfe setzt zudem auf standardisierte Lösungen, um die Umsetzung zu beschleunigen und Kosten zu senken. Die neu geschaffene Marke „Plan A Punto“ wird während der Bauphasen sichtbar gemacht, damit Fahrgäste erkennen, dass die Arbeiten Teil eines nationalen Modernisierungsprogramms sind.
Für deutschsprachige Reisende, Auswanderer und Pendler in Spanien bedeutet dieses Programm eine spürbare Verbesserung der Infrastruktur in wichtigen Ballungsräumen und touristischen Regionen. Verbesserte Barrierefreiheit und modernisierte Einrichtungen machen das Reisen mit dem Zug komfortabler und sicherer. Auch die optische Aufwertung der Bahnhöfe trägt zur Attraktivität des Nahverkehrs bei – ein Vorteil für alle, die in Städten wie Madrid, Barcelona oder Valencia auf den Zug angewiesen sind oder dort Urlaub machen.
Mit dem „Plan A Punto“ unternimmt Renfe einen wichtigen Schritt, um den Nahverkehr in Spanien zukunftsfähig zu gestalten und den Bedürfnissen einer wachsenden Zahl von Fahrgästen gerecht zu werden. Die Investitionen in die Bahnhöfe stellen eine sichtbare Verbesserung in kurzer Zeit dar und setzen einen Akzent für die Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrsnetzes.
Quelle: hosteltur.com
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