Fast 300.000 Beschäftigte im Gastgewerbe stehen vor der Pensionierung – Kulinarik (Restaurant)

Fast 300.000 Beschäftigte im Gastgewerbe stehen vor der Pensionierung

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Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

31 Mai, 2026

In den kommenden Jahren stehen rund 293.000 Beschäftigte im spanischen Gastgewerbe vor der Pensionierung. Diese Entwicklung verstärkt die bereits bestehende Personalnot und das hohe Fehlzeitenproblem, das der Sektor seit dem Ende der Pandemie erlebt. Besonders in beliebten Urlaubszielen wie der Costa Brava bleibt eine alarmierende Anzahl von Stellen unbesetzt. Hier sind etwa 75 Prozent der offenen Stellen in der Gastronomie für die laufende Sommersaison nicht besetzt worden. Die Frage, die sich stellt: Wird es einen adäquaten Ersatz für die ausscheidenden Arbeitskräfte geben?

Laut Randstad, einem Unternehmen für Zeitarbeit, sind in der Gastronomie, zu der Hotels, Restaurants und Bars zählen, viele der derzeit Beschäftigten über 55 Jahre alt. Die Altersverteilung zeigt, dass 48 Prozent der Beschäftigten im Bereich Unterkunft über 45 Jahre alt sind. In der Gastronomie liegt dieser Anteil bei 39 Prozent. Der demografische Wandel hat somit direkte Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Arbeitskräften. Der Präsident der Spanischen Hotel- und Unterkunftsverbände (CEHAT), Jorge Marichal, bestätigte, dass viele Unternehmer Schwierigkeiten haben, neues Personal zu rekrutieren. Dies führt dazu, dass einige Hotels sogar erwägen, Teile ihrer Einrichtungen zu schließen.

Die Situation ist in vielen Regionen Spaniens kritisch. Die Hotellerie in Girona beispielsweise konnte von 8.000 ausgeschriebenen Stellen nur rund 2.000 besetzen. Der Mangel an Nachwuchs und die Herausforderungen durch das Altern der Belegschaften erfordern dringend Lösungen. Die Vereinigung Hostelería de España fordert daher einen umfassenden Ausbildungs- und Integrationsplan, der die Bedürfnisse der Branche berücksichtigt.

Ein weiterer Aspekt ist die hohe Anzahl an Migranten, die im Gastgewerbe arbeiten. Etwa ein Drittel der Beschäftigten in diesem Sektor sind Migranten. Die Gewerkschaft CCOO hebt hervor, dass insbesondere migrantische Frauen in dieser Branche eine vulnerable Gruppe darstellen. Der spanische Staat hat in diesem Jahr einen Prozess zur Regularisierung von Migranten gestartet, der dazu beitragen soll, bestehende Arbeitsverhältnisse zu ordnen und die Rechte der Beschäftigten zu stärken.

Zusätzlich gewinnen neue Ausbildungspläne für die berufliche Qualifizierung (FP) an Bedeutung. Schätzungen zufolge wird bis 2035 eine Million neuer Arbeitsplätze im Tourismussektor geschaffen, wobei fast 25 Prozent dieser Stellen für Fachkräfte mit einer FP-Ausbildung gedacht sind. Dies ist besonders relevant für Regionen wie die Kanaren, wo der Tourismussektor einen hohen Stellenwert hat. Die Möglichkeit, durch eine qualifizierte Ausbildung den Fachkräftemangel zu begegnen, ist ein zentraler Punkt, um die Zukunft der Branche zu sichern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Gastgewerbesektor vor großen Herausforderungen steht. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um die Weichen für eine nachhaltige Personalpolitik zu stellen und den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Die Branche muss jetzt handeln, um den bevorstehenden Ruhestand vieler erfahrener Mitarbeiter zu kompensieren und sicherzustellen, dass ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.

Quelle: hosteltur.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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