Barcelona verhängt 937 Bußgelder für Hunde ohne Leine seit 2024 in Barcelona (Gaudi Guell)

Barcelona verhängt 937 Bußgelder für Hunde ohne Leine seit 2024

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Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

11 Juni, 2026

Barcelona hat die Kontrolle über das Führen von Hunden ohne Leine deutlich verschärft. Seit Jahresbeginn 2024 wurden in der katalanischen Hauptstadt 937 Bußgelder gegen Hundehalter verhängt, die ihre Tiere außerhalb der erlaubten Zonen ohne Leine spazieren führten. Damit setzt die Stadt konsequent das seit Ende 2023 geltende Sanktionsregime durch, das die bislang oft tolerierte Praxis beendet.

Nach fast zehn Jahren ohne konsequente Ahndung von Verstößen gegen die städtische Hundeverordnung hat die Polizei seit Ende 2023 begonnen, rigoros gegen das Führen von Hunden ohne Leine auf Straßen, in Parks und anderen nicht genehmigten Bereichen vorzugehen. Im ersten vollständigen Jahr der Anwendung wurden 341 Bußgelder ausgesprochen. Im darauf folgenden Jahr stiegen die Sanktionen um fast 30 Prozent, 2025 wurden 440 Strafen verhängt. Auch 2026 bleibt das Tempo hoch: Von Januar bis Mai registrierte die städtische Polizei 156 weitere Ahndungen.

Die Geldstrafen liegen in der Regel bei 100 Euro, wenn keine Gefahr von dem unangeleinten Hund ausgeht. Verursacht das Tier eine Gefährdung für Menschen oder andere Tiere, erhöht sich die Strafe auf bis zu 300 Euro. Besonders streng fallen die Bußgelder aus, wenn es sich um sogenannte potenziell gefährliche Hunde handelt. Hier können die Sanktionen bis zu 2.400 Euro betragen, abhängig von der Schwere des Verstoßes.

Parallel zu den strengeren Kontrollen hat Barcelona die Anzahl der erlaubten Freilaufzonen für Hunde ausgeweitet. Neben den bereits bekannten eingezäunten Hundewiesen – sogenannten „pipicans“ – gibt es seit Ende 2023 sogenannte Zonen der gemeinsamen Nutzung (ZUC). Diese Bereiche in Parks und auf Promenaden erlauben es Hundehaltern, ihre Tiere ohne Leine laufen zu lassen, auch wenn sie sich dort mit Fußgängern teilen. Aktuell existieren 114 ZUC in der Stadt, davon sechs neue seit Einführung des Sanktionsregimes. Zudem wurde das Zeitfenster für das Ableinen in mindestens 13 dieser Zonen verlängert.

Barcelona zählt insgesamt 108 eingezäunte Hundewiesen, die sich über das Stadtgebiet verteilen. Hier dürfen Hunde ebenfalls ohne Leine laufen, jedoch sind diese Areale typischerweise abgetrennt. Die Kombination aus ZUC und pipicans soll die Bedürfnisse von Hundehaltern und anderen Bürgern besser ausbalancieren.

Interessanterweise hat die Stadtverwaltung auch einen Rückgang der Beschwerden über Hundekot und Urin auf öffentlichen Straßen verzeichnet. Im Jahr 2023, als die Bußgelder erst in den letzten Tagen des Jahres galten, wurden noch 11.039 Beschwerden registriert. Im Vergleich dazu sank die Zahl der Beanstandungen im Jahr 2025 auf 7.539 – ein Rückgang von fast 32 Prozent innerhalb von zwei Jahren.

Nicht alle Bewohner Barcelonas begrüßen die neuen Regelungen und die Ausweitung der Freilaufzonen. In einigen Bereichen wie dem Parc de l’Estació del Nord, den Gärten der Rambla de Sants, Can Batlló und dem Turó Park kam es zu Spannungen zwischen Hundebesitzern und anderen Bürgern. Beschwerden betrafen vor allem Verschmutzungen, Lärm und Schäden an Grünflächen. Auch wurde kritisiert, dass die ausgewiesenen Freilaufabschnitte zu dunkel oder zu eng seien. Die Federación de Asociaciones Vecinales de Barcelona (FAVB) berichtet jedoch, dass die Konflikte inzwischen abgenommen haben und derzeit weniger Beschwerden eingehen als zu Beginn der Umsetzung.

Für deutschsprachige Bewohner und Besucher Barcelonas bedeutet die neue Regelung vor allem, dass sie beim Gassigehen mit ihren Hunden genau auf die erlaubten Zonen achten müssen. Wer seine Hunde außerhalb der pipicans oder ZUC ohne Leine führt, riskiert empfindliche Bußgelder. Für Urlauber ist zudem wichtig, sich über die Lage der Freilaufbereiche zu informieren, um Konflikte und Strafen zu vermeiden. Die Stadt bietet online Karten und Informationen zu den erlaubten Zonen an.

Insgesamt zeigt das Vorgehen Barcelonas, dass die Stadtverwaltung den Umgang mit Hunden in der Öffentlichkeit deutlich strenger regelt, um das Zusammenleben von Tierhaltern und anderen Bürgern zu verbessern. Die Kombination aus erweiterten Freilaufzonen und konsequenter Ahndung von Verstößen soll für mehr Sauberkeit und Sicherheit in der Stadt sorgen.

Quelle: elperiodico.cat
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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