Die Kreuzfahrtbranche plant für den Winter 2026-2027 eine signifikante Umstellung in der Routenführung. Anstatt ihre neuesten Schiffe ausschließlich in der Karibik einzusetzen, verlagern große Reedereien wie MSC und Costa einige ihrer modernsten Flottenmitglieder nach Europa. Diese strategische Entscheidung zielt darauf ab, die Nachfrage in der traditionell schwächeren Wintersaison zu steigern und ältere Schiffe durch neuere, effizientere Modelle zu ersetzen.
Ein Beispiel für diese Entwicklung ist die Einführung des MSC World Asia, der im Dezember 2026 seine Reisen ab Barcelona aufnehmen wird. Dieser Kreuzer bietet siebentägige Touren mit Stopps in Städten wie Marseille, Genua und Rom. Besonders hervorzuheben ist die neue Freizeitlandschaft „The Harbour“, die erstmals in Europa angeboten wird und speziell für Familien konzipiert ist. Zu den Attraktionen gehören der Cliffhanger, ein Schwinggerät in 50 Metern Höhe, und der Venom Drop, ein 11 Decks hoher Rutschenpark.
Zusätzlich wird Costa Cruceros den Costa Smeralda auf einer acht Tage dauernden Route durch die Kanarischen Inseln und Madeira einsetzen. Dieses Schiff, das mit Flüssigerdgas betrieben wird, wird in Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria anlegen und eine Übernachtung in Santa Cruz de Tenerife einlegen.
Die Reederei bietet zudem spezielle „Sea Destinations“ an, die Aktivitäten wie Sternenbeobachtungen in lichtarmen Gebieten des Atlantiks umfassen. Diese Neuerungen spiegeln den Trend wider, dass internationale Kreuzfahrtgesellschaften ihre größeren Schiffe in spanischen Häfen positionieren, um die steigende Nachfrage im westlichen Mittelmeer während der Hochsaison zu bedienen.
Quelle: hosteltur tourismus
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