Die Stadtverwaltung von Barcelona hat ein Gebäude in der Antiga Esquerra de l’Eixample erworben, das sich am Carrer de la Diputació befindet. Der stellvertretende Bürgermeister für Wohnungsfragen, Jordi Valls, gab bekannt, dass der Kaufpreis für das 14 Wohnungen umfassende Objekt bei 6,1 Millionen Euro liegt. Davon entfallen 4,6 Millionen Euro auf den Erwerb selbst, während 1,5 Millionen Euro für notwendige Renovierungsarbeiten eingeplant sind. Die Stadt betont, dass der Kaufpreis 21 Prozent unter dem Marktwert liegt, was in Anbetracht früherer kritischer Stimmen zu städtischen Immobilienkäufen von Bedeutung ist.
Das Gebäude, das die Nummer 161 trägt, besteht aus einer Erdgeschosswohnung, einem Zwischengeschoss, einer Hauptwohnung und drei weiteren Etagen mit einer Gesamtfläche von 1.339 Quadratmetern. Von den 14 Wohnungen sind 13 unbewohnt, während in der verbleibenden Wohnung ein alter Mietvertrag besteht. Die 13 verfügbaren Wohnungen sollen an Personen vergeben werden, die im offiziellen Wohnungsantragsregister von Barcelona eingetragen sind.
Valls verteidigte den Kauf als Teil einer strategischen Politik zur Erweiterung des bezahlbaren Wohnraums und zur Bekämpfung der Gentrifizierung. Im Dezember wurde eine neue Verordnung zum Vorkaufsrecht verabschiedet, die es der Stadt ermöglicht, Immobilien zu erwerben, um den Wohnraum zu sichern. Seit Inkrafttreten dieser Regelung hat Barcelona bereits 315 Gebäude gekauft. Die Verordnung sieht vor, dass der Kaufpreis für ein ganzes Gebäude den durchschnittlichen Marktpreis im jeweiligen Stadtteil nicht überschreiten darf, abzüglich der Kosten für notwendige Renovierungen. Zudem ermöglicht die Regelung eine Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften und genossenschaftlichen Initiativen.
Quelle: barcelona elperiodico
Zum Original