In Barcelona haben sich in den letzten Tagen lange Warteschlangen gebildet, während viele Migranten versuchen, die notwendigen Unterlagen für die aktuelle außerordentliche Regularisierung zu beantragen. Am Dienstag war die Situation besonders angespannt, als die Warteschlangen das gesamte Stadtzentrum erfassten. Die Stadtverwaltung hatte spezielle Maßnahmen ergriffen, um Berichte über den Wohnsitz und Bescheinigungen über Vulnerabilität auszustellen, doch die Nachfrage überstieg die Kapazitäten. Die Warteschlange erstreckte sich von der zentralen Rathausverwaltung über den Platz Sant Jaume bis zur Rambla und führte zu einem zweiten Arm in die Straße Jaume I, wo die Wartenden ebenfalls lange Zeit ausharren mussten.
Die örtliche Polizei und städtische Informationskräfte waren vor Ort, um die Situation zu beruhigen, nachdem es in einigen Bereichen zu Auseinandersetzungen und Menschenansammlungen gekommen war. Die Stadtverwaltung hatte am selben Tag die Möglichkeit eingeführt, Berichte über Vulnerabilität ohne vorherige Terminvereinbarung auszustellen, was zu einem Anstieg der Anfragen führte. Die Wartenden wurden gebeten, in den kommenden Tagen zurückzukehren, und erhielten vorab Termine für eine bevorzugte Bearbeitung.
Um den Zugang zu den notwendigen Dokumenten zu erleichtern, stellte die Stadt auch eine telefonische Hotline zur Verfügung, über die Interessierte ihre Unterlagen direkt per SMS erhalten können. Währenddessen fand im Rathaus eine Sitzung des Stadtrats statt, in der die Opposition die Bedingungen für die Wartenden und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung kritisierte. Bürgermeister Jaume Collboni äußerte Verständnis für die schwierige Lage der Betroffenen und kündigte an, die Situation zu evaluieren, um gegebenenfalls die Unterstützung zu verstärken. Die Situation wurde auch von Aktivisten kritisiert, die auf die unzumutbaren Bedingungen für die Wartenden hinwiesen.
Quelle: barcelona elperiodico
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