Die Situation rund um den Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius bleibt angespannt. Am Montagabend haben die letzten Passagiere des betroffenen Schiffs den Hafen von Granadilla auf Teneriffa verlassen. Sie wurden mit Bussen der Unidad Militar de Emergencia (UME) zum Flughafen Teneriffa Sur transportiert, von wo aus der letzte Flug nach Australien um 18.00 Uhr abfliegen sollte. Die Passagiere, darunter auch ein neuseeländischer Staatsbürger, waren zuvor unter strengen Bio-Sicherheitsmaßnahmen evakuiert worden.
In Australien angekommen, durchliefen die Evakuierten medizinische Kontrollen, bevor sie in ein Quarantänezentrum in Bullsbrook gebracht wurden. Die australischen Gesundheitsbehörden haben mittlerweile 41 Personen unter Beobachtung gestellt, die möglicherweise mit dem Hantavirus infiziert sein könnten. Diese Personen, die größtenteils als hochriskant eingestuft werden, erhielten die Empfehlung, sich sechs Wochen lang zuhause zu isolieren und den Kontakt zu anderen Menschen zu vermeiden.
In Spanien sind 13 Passagiere des Hondius, die im Krankenhaus Central de la Defensa Gómez Ulla in Madrid isoliert sind, ebenfalls in einer stabilen Situation. Diese Personen, die keine Symptome zeigen und bei denen ein erster PCR-Test negativ ausfiel, werden ab der kommenden Woche mit einer Lockerung ihrer Quarantäne rechnen können, sofern ihre Tests weiterhin negativ bleiben. Ähnliche Regelungen gelten für Frauen, die in Krankenhäusern in Alicante und Barcelona behandelt werden.
Das Thema Hantavirus hat auch in den Niederlanden für Aufregung gesorgt. Die dortigen Behörden berichteten, dass alle Passagiere, die in einer Rückholaktion aus Teneriffa nach Eindhoven geflogen wurden, negativ auf das Virus getestet wurden. Dies gibt Anlass zur Hoffnung, dass sich die Situation unter Kontrolle bringen lässt. Der Hantavirus, der durch Nagetiere übertragen wird, kann beim Menschen zu schweren Erkrankungen führen. Ein kürzlich veröffentlichtes Forschungsergebnis zeigt, dass der Virus bis zu sechs Jahre im menschlichen Sperma überleben kann, was die Übertragungsrisiken und die Notwendigkeit von Vorsichtsmaßnahmen verdeutlicht.
Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, äußerte sich besorgt über die Reaktion der spanischen Regierung auf die Krise. Er sprach von einem Vertrauensverlust in die zentrale Regierung und forderte eine bessere Koordination und Unterstützung in solchen Gesundheitskrisen. In Frankreich wurden 22 Kontaktpersonen einer Passagierin des Hondius ebenfalls negativ getestet. Diese Personen befinden sich zur Vorsicht in Quarantäne, um eine mögliche Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Für die deutschsprachigen Leser in Spanien, die möglicherweise von der Situation betroffen sind, ist es ratsam, die offiziellen Gesundheitsbehörden zu konsultieren und die aktuellen Informationen über die Situation im Gesundheitswesen zu verfolgen. Weiterhin wird empfohlen, bei Reisen auf Kreuzfahrtschiffen besondere Vorsicht walten zu lassen und sich über gesundheitliche Risiken zu informieren. Die Lage wird weiterhin genau beobachtet, um die Sicherheit aller Reisenden und Einwohner zu gewährleisten.
Quelle: diariodemallorca.es
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