Ein Drittel der 260 neuen Hotels, die in Spanien bis 2028 eröffnet werden sollen, wird der Luxusklasse angehören. Das zeigt eine Analyse von CBRE Spanien, die eine Projektpipeline von rund 30.000 Hotelzimmern prognostiziert. Davon entfallen 34 Prozent auf 5-Sterne und 5-Sterne Gran Lujo Hotels. Die Regionen Málaga, Madrid, die Kanarischen Inseln, die Balearen und Cádiz werden voraussichtlich etwa 50 Prozent der neuen Hotelöffnungen anziehen. Diese Entwicklung resultiert aus einer stabilen touristischen Nachfrage, einer hohen Anziehungskraft für Investoren sowie einem starken urbanen und touristischen Standortprofil.
Der spanische Hotelmarkt umfasst derzeit 1,26 Millionen verfügbare Betten, verteilt auf 12.770 Betriebe, mit einer durchschnittlichen Auslastung von etwa 62 Prozent. Diese Zahlen unterstreichen die anhaltende Attraktivität des Marktes für Investoren, insbesondere in der gehobenen Preiskategorie. Die ersten Monate des Jahres zeigen, dass die operativen Ergebnisse eine solide touristische Aktivität in Spanien belegen, obwohl das Wachstum langsamer verläuft. Im ersten Quartal 2023 erreichte die durchschnittliche Tagesrate (ADR) 116,73 Euro, was einem Anstieg von 3 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Der Ertrag pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) lag bei 71,49 Euro, ebenfalls mit einem ähnlichen jährlichen Anstieg.
Die Nachfrage nach hochwertigen Hotelangeboten wird bis 2028 eine zentrale Rolle spielen. CBRE erwartet, dass die Renditen im Hotelsektor stabil bleiben, mit einem Wert von 5 Prozent in Madrid und Barcelona und 6 Prozent auf den Kanarischen Inseln. Kurzfristige Anpassungen erscheinen nicht wahrscheinlich, jedoch hängt die Marktentwicklung von einer klareren Sicht auf die steigende Unsicherheit ab. Trotz einer gewissen operativen Verlangsamung zeigt CBRE eine positive und stabile Perspektive für 2026, unterstützt durch das Interesse der Investoren und die verfügbare Liquidität sowohl im Eigenkapital- als auch im Fremdkapitalbereich.
Im ersten Quartal 2023 verzeichnete der Markt für Hotelinvestitionen einen positiven Trend. Der transaktionierte Volumen näherte sich 700 Millionen Euro, was einem jährlichen Anstieg von 20 Prozent entspricht. Diese Summe repräsentiert 11 Prozent der gesamten Immobilieninvestitionen und stellt den besten Wert für ein erstes Quartal seit 2022 dar. Spanien etabliert sich somit als eines der führenden europäischen Ziele für Hotelinvestitionen, nur hinter dem Vereinigten Königreich. Der institutionelle Kapitalanteil führte die Aktivitäten an, mit 45 Prozent des Gesamtvolumens, gefolgt von Hotelketten mit 34 Prozent und privaten Investoren mit 21 Prozent.
Nationales Kapital dominierte den Markt und machte 75 Prozent der Käufer aus, wobei über 580 Millionen Euro in den Hotelsektor flossen. Das ausländische Kapital stammte hauptsächlich aus Frankreich und Mexiko. Zwischen Januar und März wurden in Spanien 39 Hotelimmobilien mit insgesamt 3.481 Zimmern verkauft. Investoren konzentrierten sich vorwiegend auf 4- und 5-Sterne-Häuser, die 90 Prozent des Gesamtvolumens ausmachten, während der wirtschaftliche Segment mit Hotels der 2- und 3-Sterne-Kategorie kaum über 50 Millionen Euro kam. Der urbane Markt übertraf leicht den touristischen Bereich mit 53 Prozent des transaktierten Volumens, wobei die Balearen 32 Prozent der Hotelinvestitionen anzogen, gefolgt von Madrid mit 15 Prozent und den Kanaren sowie Bilbao mit jeweils 12 Prozent. Zudem zeigt die Analyse, dass es einen Trend zur Umwandlung von Immobilien in Ferienwohnungen in Städten wie Sevilla und Málaga gibt, angetrieben durch die dynamische touristische Nachfrage.
Quelle: hosteltur.com
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