Ein Jahr nach dem massiven Stromausfall am 28. April 2022, bei dem 20 % der U-Bahn-Züge in den Tunneln stecken blieben, hat die Transports Metropolitans de Barcelona (TMB) Maßnahmen ergriffen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Bei diesem Vorfall mussten rund 3.000 Fahrgäste evakuiert werden, was als „echte Stressprobe“ für die Betreiber galt. Um die Sicherheit zu erhöhen, wurden bereits Notfallbeschilderungen in den Tunneln installiert und spezielle Ausstattungen für mobilitätseingeschränkte Personen beschafft.
Ein zentrales Element des neuen Sicherheitsplans ist die Installation von Notstromgeneratoren, die eine unbegrenzte Energieversorgung für die gesamte U-Bahn-Netzwerk gewährleisten sollen. Diese Generatoren werden es den Zügen ermöglichen, bis zur nächsten Station zu fahren, anstatt in den Tunneln stehen zu bleiben. Die erste stellvertretende Bürgermeisterin und TMB-Präsidentin Laia Bonet kündigte zudem an, dass zukünftige Züge mit einem System ausgestattet werden, das ihnen erlaubt, mit eigener Energie bis zur nächsten Station zu gelangen.
Zusätzlich wird ein Generator installiert, um die Autonomie des Metro-Kontrollzentrums in La Sagrera zu stärken. Ein weiterer wichtiger Aspekt, der während der Krise deutlich wurde, war die Notwendigkeit einer funktionierenden Lautsprecheranlage, um die Kommunikation mit den Fahrgästen sicherzustellen. Diese Infrastruktur wird ebenfalls durch die neuen Generatoren unterstützt, um die grundlegenden Dienste in den Stationen aufrechtzuerhalten, einschließlich Aufzügen und Beleuchtung. TMB hat auch die Notfallprotokolle für den Busverkehr überarbeitet und das zentrale Funksystem verdoppelt, um die Kommunikation zwischen dem Kontrollzentrum und den Busfahrern zu verbessern.
Quelle: barcelona elperiodico
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