Auf den Balearen ist der Wohnungsmarkt stark angespannt, was für viele Familien eine erhebliche Herausforderung darstellt. Laut einer Analyse von CBRE fließen über 60% des Einkommens einer typischen Familie in die Kosten für Miete oder Hypothek. Dies liegt erheblich über der von internationalen Organisationen empfohlenen Grenze von 30%. Die Preise für Lebensmittel und andere Grundbedarfsartikel steigen ebenfalls alarmierend, was die finanzielle Belastung weiter erhöht.
Im Jahr 2025 wird der durchschnittliche jährliche Ausgabenbetrag pro Person für Nahrungsmittel auf etwa 2.130 Euro geschätzt, was einem Anstieg von 14,8% gegenüber dem nationalen Durchschnitt entspricht. Für eine Familie mit drei Mitgliedern belaufen sich die monatlichen Ausgaben für grundlegende Produkte wie Lebensmittel und Hygieneartikel auf etwa 532,50 Euro. Diese hohen Lebenshaltungskosten sind zum Teil auf den Transport und die starke touristische Nachfrage zurückzuführen.
Die Situation wird noch komplizierter, wenn nur ein Familienmitglied erwerbstätig ist. In solchen Fällen haben die Familien oft große Schwierigkeiten, ihre Grundbedürfnisse zu decken. Der Präsident der Verbraucherorganisation der Balearen, Alfonso Rodríguez, weist darauf hin, dass die finanzielle Belastung durch die hohen Mietpreise und Lebenshaltungskosten viele Familien in eine prekäre Lage bringt. Diese Entwicklungen machen deutlich, dass ein Arbeitsplatz auf den Balearen nicht zwangsläufig ausreicht, um die grundlegenden Lebensbedürfnisse zu decken.
Quelle: diariodemallorca.es
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