Ein dramatischer Vorfall erschütterte den Stadtteil Pere Garau in Palma, als eine 36-jährige Frau wegen des mutmaßlichen Mordes an ihrer 73-jährigen Schwiegermutter in Untersuchungshaft genommen wurde. Der zuständige Richter entschied, dass die Beschuldigte ohne Möglichkeit auf Kaution in ein Gefängnis eingeliefert wird, sobald sie aus der psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses Son Espases entlassen wird. Die Tat ereignete sich am Montagmorgen, als die Polizei über einen Vorfall in einer Wohnung in der Calle Gabriel Llabrés informiert wurde, in der eine ältere Frau tot aufgefunden wurde.
Die Ermittler der Nationalpolizei erhielten gegen 16:30 Uhr den Bericht über den Vorfall und fanden die Leiche der Schwiegermutter in einem stark verwüsteten Schlafzimmer. Nach ersten Erkenntnissen war die Frau Opfer extremer Gewalt geworden. Die Schreie der Opfer hatten Nachbarn alarmiert, die daraufhin die Polizei informierten. Bei der Ankunft der Beamten war der Sohn der verstorbenen Frau vor Ort und begleitete die Polizisten zur Leiche.
Die mutmaßliche Täterin wurde wenig später in einem Café in der Nähe des Tatorts von einem Verwandten entdeckt und an die Polizei übergeben. Die ersten Ermittlungen ergaben, dass zwischen der Beschuldigten, ihrem Partner und der verstorbenen Schwiegermutter eine angespannte Beziehung bestand. Während der Tatbestandsaufnahme und der anschließenden Rekonstruktion des Verbrechens stellte sich heraus, dass die Schwiegertochter die ältere Frau mit einem Ventilator mehrfach geschlagen hatte. Bei der Auseinandersetzung erlitt die Schwiegermutter schwere Verletzungen, die schließlich zu ihrem Tod führten.
Die Obduktion des Körpers ergab, dass die Frau an Asphyxie gestorben war, ausgelöst durch das Gewicht der Beschuldigten, die mit rund 90 Kilogramm deutlich schwerer war als die zierliche Schwiegermutter. Die Ermittler führten eine umfassende Beweissicherung durch und sicherten zahlreiche Gegenstände aus der Wohnung, um die genauen Umstände der Tat zu klären. Bei der Rekonstruktion des Vorfalls war die Beschuldigte anwesend, um den Ablauf der Ereignisse zu erläutern.
Die psychische Gesundheit der mutmaßlichen Täterin steht ebenfalls im Fokus der Ermittlungen, da sie bereits psychiatrische Vorgeschichten hat. Der Richter ordnete an, dass sie bis zur vollständigen Genesung in der psychiatrischen Einrichtung bleibt, bevor sie in ein reguläres Gefängnis überführt wird. Die Polizei arbeitet weiterhin an dem Fall, um alle Details zu ermitteln und die Hintergründe der Tat vollständig aufzuklären. Der Vorfall hat in der lokalen Gemeinschaft für große Bestürzung gesorgt und wirft Fragen zur Sicherheit und zu familiären Konflikten auf.
Quelle: diariodemallorca.es
Zum Original