Die spanische Regierung bekräftigt ihre Unterstützung für das Reiseregistrierungsgesetz und plant keine Änderungen am Real Decreto 933/2021. Laut Informationen von Hosteltur betont die Regierung, dass die Regelung der Sicherheit dient und die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismussektors nicht beeinträchtigt. Der Fokus liegt jedoch auf Unterkünften und Mietwagenunternehmen, während die Rolle der Reiseagenturen nicht ausreichend behandelt wird.
Die CEAV (Confederación Española de Agencias de Viajes) warnt, dass die Einbeziehung von Reiseagenturen zu einer Verdopplung der bereits von den Endanbietern übermittelten Daten führen könnte. Diese Situation könnte zusätzliche operative Belastungen für den Sektor mit sich bringen. Die CEAV fordert Klarheit über die Rolle der Agenturen bei der Datensammlung und -übermittlung, insbesondere da die ministerielle Verordnung, die wichtige Aspekte der Anwendung präzisieren soll, seit 518 Tagen in der Prüfung ist.
Die Regierung argumentiert, dass das System zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit und zur Bekämpfung von Terrorismus und organisiertem Verbrechen beiträgt. Diese Rechtfertigung wurde bereits bei der Einführung des neuen Registers am 2. Dezember 2024 verwendet. In einer parlamentarischen Antwort an den Senator Agustín Almodóbar bleibt die Regierung jedoch bei ihrer bisherigen Position und klärt nicht die offenen Fragen des Sektors bezüglich der praktischen Anwendung der Norm.
Ein zentrales Anliegen der CEAV ist die mögliche Informationsverdopplung, die durch die gleichzeitige Datenübermittlung von Intermediären und Endanbietern entstehen könnte. CEAV-Vizepräsident José Manuel Lastra hebt hervor, dass diese Situation die Sicherheitsziele der Norm gefährden könnte, da die Sicherheitskräfte mit redundanten Informationen überflutet werden könnten. Die CEAV bleibt in der Erwartung der ministeriellen Verordnung, die Klarheit über die Regelung bringen soll.
Quelle: hosteltur.com
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