Die Nachfrage im europäischen Tourismus zeigt einen signifikanten Wandel, wie eine Analyse von Lastminute zeigt. In den fünf wichtigsten Märkten, darunter Deutschland und Spanien, verlagern sich die Reisezeiten zunehmend von den traditionellen Hochsommermonaten in die Nebensaison. Dies geschieht, da Reisende nach weniger überfüllten Zielen und günstigeren Preisen suchen. Die Buchungen außerhalb der Hauptsaison machen mittlerweile fast ein Viertel aller Reisen aus, wobei 55 % dieser Reisen klassische Sonnen- und Strandurlaube sind.
Besonders bemerkenswert ist das Wachstum in den Monaten nach dem Sommer. Im September stiegen die Buchungen um 7 %, im Oktober um 12 % und im November sogar um 23 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese Tendenz setzte sich auch im Dezember mit einem Anstieg von 22 % fort. Reisende scheinen zunehmend bereit zu sein, ihre Urlaubspläne über das Jahr zu verteilen, was nicht nur eine Kostenersparnis, sondern auch eine gezielte Planung widerspiegelt.
Zusätzlich zeigt sich, dass die Nachfrage nach Reisen in den ersten Monaten des Jahres 2026 ebenfalls zunimmt, mit einem Anstieg von 17 % im Januar und 6 % im Februar. Diese Entwicklung wird auf die Attraktivität von Frühbuchungen zurückgeführt, die oft mit geringeren Menschenmengen und niedrigeren Preisen einhergehen.
Die Umverteilung der Buchungen hat auch Auswirkungen auf die Zielorte. Spanien verzeichnet ein starkes Wachstum, insbesondere auf den Balearen und den Kanaren, wo die Buchungen um bis zu 76 % zugenommen haben. Gleichzeitig gewinnen Städte in Osteuropa an Beliebtheit, wie Gdansk und Bukarest, die ebenfalls hohe Wachstumsraten aufweisen. Diese Veränderungen erfordern von Reiseanbietern und Hotels eine Anpassung ihrer Strategien, um den neuen Reisegewohnheiten gerecht zu werden.
Quelle: hosteltur tourismus
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