Der Weltkongress der Architekten, organisiert von der Union International d’Architectes (UIA), findet vom 28. Juni bis 2. Juli 2024 in Barcelona statt. Unter dem Motto „Becoming. Architectures for a planet in transition“ wird der Kongress in sechs thematischen Bereichen die Herausforderungen der Architektur und Stadtplanung im Kontext des Klimawandels und der Wohnraumkrise behandeln. Bei der Vorstellung des Programms betonte Teresa Táboas, Vizepräsidentin der UIA, die Notwendigkeit, den Fokus auf die Bedürfnisse der Gesellschaft zu richten.
Die Veranstaltung wird 250 Referenten und rund 10.000 Fachleute aus über 130 Ländern zusammenbringen. Ein zentrales Element wird die öffentliche Ausstellung an den Tres Chimeneas in Sant Adrià de Besòs sein, die eine Fläche von 4.000 Quadratmetern umfasst und Ergebnisse des Programms „Research by Design“ präsentiert. Zudem wird ein Open Forum eingerichtet, das Platz für 1.500 Bürger bietet, um die professionellen Diskussionen des Morgens für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die sechs Themen des Kongresses umfassen ökologische Ansätze, Kreislaufwirtschaft, Materialtechnologien, Raumplanung, Datenanalyse sowie kulturelle Aspekte der Architektur. Barcelona wird damit zum zweiten Mal Gastgeber des UIA-Kongresses, nachdem die Stadt bereits 1996 diese Rolle übernommen hatte. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch das UNESCO-Programm zur „Weltarchitekturhauptstadt“ bis Dezember 2024 fortgeführt, an dem bereits 55.000 Personen teilgenommen haben.
Die Stadtverwaltung hebt hervor, dass der Kongress eine Gelegenheit bietet, Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln, insbesondere in Bezug auf bezahlbaren Wohnraum und die Anpassung an den Klimawandel. Der Kongress soll die Bürger dazu anregen, die Stadt aus einer architektonischen Perspektive zu betrachten und die Bedeutung von Architektur für das gesellschaftliche Wohl zu erkennen.
Quelle: barcelona elperiodico
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