Barcelona plantiert Festival Primavera Sound für 2027 um – Kultur (Musik Festival)

Barcelona plantiert Festival Primavera Sound für 2027 um

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Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

27 Mai, 2026

In Barcelona wird der beliebte Primavera Sound Festival ab 2027 an einem neuen Ort stattfinden. Die Stadtverwaltung plant die Umgestaltung des 12,7 Hektar großen Geländes am Forum, das derzeit ungenutzt ist. Diese Umbaumaßnahmen, die mit einem Budget von 52 Millionen Euro verbunden sind, haben bereits zu intensiven Diskussionen zwischen der Stadtverwaltung und den Anwohnervereinigungen im Stadtteil Sant Martí geführt.

Der Bürgermeister Jaume Collboni stellte das Projekt im Februar vor. Geplant sind Spaziergänge und bepflanzte Bereiche rund um einen zentralen Platz, der vor allem für städtische Aktivitäten genutzt werden soll. Laut der Stadtverwaltung wird der Raum während der meisten Monate des Jahres für die Anwohner zugänglich sein. „Es ist nicht vorgesehen, dass hier weitere Musikfestivals stattfinden, außer dem bestehenden Primavera Sound“, betont die Stadt. Bisher fand das Festival jedes Jahr für einen Monat in diesem Bereich statt, wobei der Aufbau und Abbau des Festivals eine große logistische Herausforderung darstellten.

Die Befürchtungen der Anwohner sind jedoch groß. Vertreter der Nachbarschaftsverbände aus Maresme, Poblenou und Diagonal Mar äußern Bedenken, dass die Umgestaltung des Geländes zu einer verstärkten Nutzung für große Veranstaltungen führen könnte, ähnlich wie bei den bisherigen Konzerten im Park am Forum. Die Anwohner fürchten, dass die Lärmbelästigung und Menschenansammlungen zunehmen könnten. Die Föderation der Nachbarschaftsverbände von Barcelona (FAVB) und die Nachbarschaftsnetzwerke gegen Lärm (XAVECS) fordern daher, dass der Fokus auf der Schaffung eines großen Parks liegt, der vor allem den Bewohnern der umliegenden Viertel zugutekommt.

In einer kürzlich abgehaltenen öffentlichen Sitzung konfrontierten sich die Stadtvertreter mit den Anwohnern. Während die Stadt versicherte, dass sie das Gelände nicht für Festivals reservieren wolle, forderten einige Bürger mehr Grünflächen und weniger Beton. José Manuel López, Präsident der Nachbarschaftsvereinigung Maresme, appellierte: „Wir wollen, dass die Fläche für die Gemeinschaft genutzt wird, nicht nur für eine kleine Gruppe von Menschen, die davon profitieren.“

Die Stadtverwaltung plant, einen partizipativen Prozess zu initiieren, um die endgültige Nutzung des Geländes zu definieren. Die konkrete Gestaltung des zentralen Bereichs sei Teil dieses Prozesses. Gleichzeitig wird der Bau einer Promenade zwischen der Straße Bac de Roda und dem Forum fortgesetzt. Diese soll bis Ende des Jahres fertiggestellt sein und etwa 800 Bäume auf drei Hektar umfassen.

Die Anwohner sind besorgt über die Möglichkeit, dass die zentrale Fläche als multifunktionale Bühne definiert wird, was den Zugang während großer Veranstaltungen einschränken könnte. David Jiménez von der Maresme-Vereinigung fordert eine Neuausrichtung des Projekts und die Streichung der großen zentralen Fläche. „Wir brauchen keinen erweiterten Park am Forum“, so seine Forderung. Die Stadtverwaltung hat versichert, dass das Gelände während der meisten Monate des Jahres für die Anwohner zugänglich sein wird, um den Bedenken der Anwohner entgegenzukommen.

Quelle: elperiodico.cat
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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