Spanische Hotellerie besonders von Cyberangriffen in der EU betroffen in Technik (Computer)

Spanische Hotellerie besonders von Cyberangriffen in der EU betroffen

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Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

24 Juni, 2026

Spanische Hotels sind in der Europäischen Union die Hauptziele von Cyberangriffen. Das zeigt der aktuelle „Barómetro del alojamiento en España“ von Booking.com. Trotz ihres hohen Selbstvertrauens in die eigene Cybersicherheit berichten 13 Prozent der befragten Hotelbetreiber in Spanien von Angriffen in den vergangenen zwölf Monaten – fast doppelt so viele wie der EU-Durchschnitt von sieben Prozent.

Die Studie offenbart einen scheinbaren Widerspruch: Spanische Hoteliers fühlen sich besser vorbereitet als ihre europäischen Kollegen. 72 Prozent bewerten ihre Schutzmaßnahmen als ausreichend, während der EU-Durchschnitt bei 66 Prozent liegt. Booking.com erklärt diese Diskrepanz damit, dass die spanischen Hotels eher in der Lage sind, Cyberbedrohungen zu erkennen und zu melden. Das erhöhe die gemeldeten Vorfälle, nicht unbedingt die tatsächliche Anzahl der Angriffe.

Die Hotelbranche in Spanien setzt auf eine breite Palette an Sicherheitsmaßnahmen. Laut der Umfrage führen 77 Prozent regelmäßige Software-Updates durch, 81 Prozent nutzen Firewalls und 83 Prozent haben sichere Zahlungssysteme implementiert. Darüber hinaus verschlüsseln 78 Prozent sensible Gästedaten, 73 Prozent schulen ihre Mitarbeiter regelmäßig in IT-Sicherheit, 72 Prozent verwenden Multifaktor-Authentifizierung für Mitarbeiterzugänge und 69 Prozent lassen ihre IT-Sicherheit durch Audits überprüfen. Externe Dienstleister für Cybersicherheit werden von 61 Prozent hinzugezogen.

Diese Maßnahmen sind vor allem vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung des Hotelbetriebs wichtig. Buchungen, Zahlungen und Gästedaten laufen heute fast ausschließlich digital. Ein erfolgreicher Cyberangriff kann daher nicht nur finanzielle Schäden verursachen, sondern auch das Vertrauen der Gäste nachhaltig beeinträchtigen.

Neben der Cybersicherheit beschäftigen die Hoteliers in Spanien weitere Herausforderungen. Am meisten sorgen sie sich um Unterbrechungen bei Schlüssel-Lieferanten oder Dienstleistern (44 Prozent). Hier verweist Francisco Vidal von CEPYME auf die jüngsten Probleme bei den spanischen Bahn-Infrastrukturen, die auch die Tourismusbranche stark beeinträchtigen können. Weitere Sorgen sind wetterbedingte Reiseunterbrechungen (38 Prozent), IT-Ausfälle (34 Prozent) sowie Störungen vor Ort, die den Zugang oder Betrieb der Hotels beeinträchtigen (33 Prozent).

Trotz dieser Risiken zeigt sich die spanische Hotellerie optimistisch. 82 Prozent der Befragten erwarten in den nächsten sechs Monaten eine positive Geschäftsentwicklung – Spitzenwert in der EU. Diese Zuversicht spiegelt sich in Geschäftszahlen wider: Über 60 Prozent der Hotels verzeichnen steigende durchschnittliche Tagespreise und höhere Auslastung im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2025 lagen diese Werte noch deutlich niedriger.

Diese positive Entwicklung fördert auch die Investitionsbereitschaft. 57 Prozent der Hotels berichten, problemlos an Finanzierungen zu kommen. Für jeden Betrieb, der seine Investitionen zurückfahren will, planen drei andere eine Erhöhung in den kommenden sechs Monaten. Damit reagieren sie auf die Herausforderung, die Abhängigkeit von der klassischen Hochsaison zu reduzieren.

Zur Diversifizierung setzen spanische Hoteliers verstärkt auf verschiedene Vertriebskanäle. 83 Prozent bewerten Online-Buchungsplattformen als besonders wirksam, um außerhalb der Saison Gäste zu gewinnen. Auch organische Social-Media-Kanäle (85 Prozent) und bezahlte Suchkampagnen (72 Prozent) spielen eine wichtige Rolle. Zudem werden Rabattaktionen und Pakete als bewährte Marketinginstrumente genutzt (72 Prozent).

Für deutschsprachige Reisende und Auswanderer in Spanien bedeutet dies, dass die Hotelbranche trotz der Cyberrisiken gut aufgestellt ist und aktiv an ihrer Sicherheit arbeitet. Urlauber sollten dennoch wachsam sein und beim Online-Buchen auf sichere Seiten achten. Für Hotelbetreiber in Spanien bleibt die Herausforderung, die digitale Sicherheit weiter zu verbessern und gleichzeitig die Abhängigkeit von saisonalen Schwankungen zu verringern. Die Entwicklungen in der Hotellerie zeigen, wie eng Digitalisierung, Cybersicherheit und wirtschaftliche Resilienz heute miteinander verbunden sind – auch an beliebten Reisezielen wie der Costa Blanca, Mallorca oder Andalusien.

Quelle: hosteltur.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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