Mit dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft schmücken viele Fans ihre Autos mit Flaggen, Aufklebern und anderen Dekorationen, um ihre Unterstützung für die Nationalmannschaft zu zeigen. Doch die spanische Verkehrsbehörde Dirección General de Tráfico (DGT) warnt eindringlich: Nicht alle Verschönerungen am Fahrzeug sind erlaubt. Unzulässige Dekorationen können Bußgelder von bis zu 200 Euro nach sich ziehen.
Die spanische Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass alle Zubehörteile am Fahrzeug die Sicherheit und Sicht des Fahrers gewährleisten müssen. Besonders streng wird darauf geachtet, dass keine Dekoration die Sicht durch die Front- und Seitenscheiben einschränkt oder die Funktion wichtiger Fahrzeugteile beeinträchtigt. Ein häufiger Fehler ist das Anbringen von Aufklebern auf der Windschutzscheibe oder den vorderen Seitenscheiben. Diese Behindern die Sicht des Fahrers und können deshalb sanktioniert werden.
Aufkleber dürfen hingegen an der Karosserie oder auf Teilen der Heckscheibe angebracht werden, solange sie keine toten Winkel erzeugen oder die Sicht beim Fahren behindern. Auch Flaggen, die an den Außenspiegeln befestigt werden, sind bei Sportveranstaltungen beliebt. Blockieren sie jedoch die Sicht auf den Spiegel oder behindern dessen Verstellung, verstoßen sie gegen die Sicherheitsvorschriften.
Viele Fans hängen zudem Schals, Bänder oder kleine Dekorationen an den Innenspiegel. Zwar gibt es hierfür keine explizite gesetzliche Regelung, jedoch können solche Gegenstände als Ablenkung oder Sichtbehinderung gewertet werden. Polizisten können in solchen Fällen Bußgelder verhängen, wenn sie das Fahrverhalten dadurch beeinträchtigt sehen.
Die DGT betont, dass Flaggen und andere Dekorationen sicher befestigt sein müssen. Sie dürfen nicht übermäßig hervorstehen oder wichtige Fahrzeugteile wie Kennzeichen, Blinker, Rücklichter oder Spiegel verdecken. Große Fahnen stellen außerdem ein Sicherheitsrisiko dar, da sie bei hohen Geschwindigkeiten durch den Fahrtwind losgerissen werden und andere Verkehrsteilnehmer gefährden können.
Verstöße gegen diese Vorschriften können mit einem Bußgeld von bis zu 200 Euro geahndet werden. Die genaue Höhe hängt von Art und Schwere der Ordnungswidrigkeit sowie den jeweiligen Umständen ab, die die Beamten vor Ort feststellen. Experten raten daher, bei der Dekoration des Fahrzeugs auf dezente und sicher befestigte Elemente zu setzen.
Für deutschsprachige Urlauber, Expats und Auswanderer in Spanien bedeutet das: Die Freude am sportlichen Großereignis sollte nicht die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Wer sein Auto mit der deutschen, spanischen oder einer anderen Nationalflagge schmückt, sollte darauf achten, dass diese keine Sicht behindert oder sicherheitsrelevante Fahrzeugteile überdeckt. Das gleiche gilt für Aufkleber und andere Dekorationen.
So lässt sich die WM-Stimmung auch auf Spaniens Straßen verbreiten, ohne gegen die Verkehrsregeln zu verstoßen und teure Bußgelder zu riskieren. Die DGT empfiehlt, vor der Fahrzeugdekoration die Regeln genau zu prüfen und im Zweifel auf kleinere, unauffällige Symbole zurückzugreifen. Auf diese Weise bleibt der Spaß am Sport erhalten und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gewährleistet.
Quelle: elperiodico.com
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