Die Stadt Barcelona hat einen umfassenden Plan zur Verbesserung der Verkehrssituation an den fünf Hauptzugängen zur Stadt initiiert. Dieser Schritt wurde notwendig, da die chronischen Verkehrsprobleme, die sich seit Januar durch die Rodalies-Krise verschärft haben, eine dringende Lösung erfordern. Ein zentrales Element des Plans ist die Entwicklung digitaler Zwillinge der städtischen und metropolitanen Mobilität, die es ermöglichen sollen, die Verkehrsströme in Echtzeit zu analysieren und zu optimieren.
Der erste Fokus liegt auf dem Meridiana-Korridor, wo die Hauptverkehrsstraßen C-17, C-33 und C-58 zusammenlaufen. Durch die digitale Nachbildung sollen Staupunkte identifiziert und verschiedene strukturelle Änderungen simuliert werden. Diese Analysen werden auf Basis aktueller Daten, die über Sensoren, Videokameras und Mobilfunkdaten gesammelt werden, durchgeführt. Ziel ist es, bis 2027 die Ergebnisse der Studien zu präsentieren, um die Verkehrsströme besser zu steuern und die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu fördern.
Ein weiteres Ziel der Stadtverwaltung ist es, bis zu 250.000 tägliche Autofahrten auf den öffentlichen Nahverkehr umzustellen. Dazu sollen unter anderem Busspuren an den Zugängen geschaffen werden, um den öffentlichen Verkehr zu priorisieren. Die Stadt plant auch die Schaffung von digitalen Zwillingen für die Zugänge Gran Via Nord, Gran Via Süd und die Diagonal, um die Verkehrsverhältnisse umfassend zu analysieren.
Zusätzlich wird die Stadt die Auswirkungen des neuen Eisenbahnzugangs zum Hafen von Barcelona untersuchen, um den Lkw-Verkehr zu reduzieren. Die Stadtverwaltung betont die Notwendigkeit, eine menschenfreundliche Stadt zu gestalten und die Mobilität für alle Bürger zu gewährleisten. Die Ergebnisse der digitalen Analysen sollen auch dazu beitragen, die Mobilitätsangebote in angrenzenden Gemeinden zu verbessern und die Verkehrsverbindungen zwischen verschiedenen Verkehrsträgern zu optimieren.
Quelle: barcelona elperiodico
Zum Original