In den südlichen Regionen Spaniens, insbesondere in Andalusien und an der Mittelmeerküste, steigt das Risiko für durch Mücken übertragene Krankheiten. Experten weisen darauf hin, dass sich die Umweltbedingungen zunehmend für Mücken und die von ihnen übertragenen Viren eignen. Während Malaria seit Jahrzehnten in Spanien nicht mehr vorkommt, zeigen andere Krankheiten wie das West-Nil-Virus bereits Veränderungen in ihrer Verbreitung und Häufigkeit. Diese Tendenz wird voraussichtlich anhalten.
Die steigenden Temperaturen, mildere Winter und veränderte Niederschlagsmuster verlängern die Fortpflanzungszeit der Mücken und erhöhen deren Überlebenschancen. Invasive Mückenarten haben sich in Teilen Europas etabliert, was das Risiko für Krankheitsübertragungen verändert. Das West-Nil-Virus, das hauptsächlich von Culex-Mücken übertragen wird, wurde wiederholt bei Menschen und Tieren in den südlichen Provinzen Spaniens nachgewiesen. Die meisten Infektionen verlaufen symptomlos, doch in einigen Fällen kann das Virus zu schweren neurologischen Erkrankungen führen.
Dengue-Fieber und Chikungunya sind ebenfalls besorgniserregend. Während Dengue-Fälle in Spanien meist auf internationale Reisen zurückzuführen sind, gab es vereinzelt lokale Übertragungen. Chikungunya ist bekannt für starke Gelenkschmerzen, die Wochen oder Monate anhalten können. Gesundheitsbehörden empfehlen praktische Maßnahmen zur Verringerung der Mückenexposition, wie die Beseitigung von stehendem Wasser und die Verwendung von Insektenschutzmitteln.
Obwohl Experten nicht davon ausgehen, dass Malaria als endemische Krankheit zurückkehrt, wird ein Anstieg der Relevanz von bereits vorhandenen viralen Mückenkrankheiten erwartet. Die Überwachungssysteme zur Kontrolle von Mückenpopulationen und zur Früherkennung von Infektionen wurden in Spanien verstärkt, um frühzeitig auf mögliche Ausbrüche reagieren zu können.
Quelle: euroweeklynews.com
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