Die Ermittlungen der Einheit für Wirtschaftskriminalität und Steuerdelikte (UDEF) werfen ein neues Licht auf die Finanzen des ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero und seiner Frau Sonsoles Espinosa. Laut einem aktuellen Bericht der UDEF, der im Zusammenhang mit einer Korruptionsuntersuchung steht, erwarb das Paar am 26. Januar 2024 eine Immobilie in Madrid für 580.000 Euro. Diese Finanzierung erfolgte über einen Bankkredit in Höhe von 500.000 Euro, der innerhalb von nur 11 Monaten durch eine Überweisung von 498.000 Euro zurückgezahlt wurde.
Die Hypothek wurde von der Banco Santander gewährt und bereits am 16. Januar 2025 vorzeitig zurückgezahlt. Die Überweisung, die die Tilgung des Kredits umfasste, wurde auf den Namen von Sonsoles Espinosa getätigt. Die Ermittler berichten, dass die Gelder, die zur Rückzahlung des Kredits verwendet wurden, von einem Netzwerk stammen, das derzeit untersucht wird. Die Überweisungen flossen auf ein Konto bei Santander, das dem Ehepaar gehörte, und wurden anschließend auf andere Konten umgeleitet, die ebenfalls auf ihren Namen liefen.
Das Geld, das in die Immobilie investiert wurde, stammt nach den Recherchen aus verschiedenen Quellen, die mit dem Unternehmen Plus Ultra Líneas Aéreas und anderen Firmen in Verbindung stehen. Laut dem UDEF-Bericht wurde ein Teil des Geldes über verschiedene Unternehmen und Konten bewegt, was auf eine komplexe Geldflussstruktur hindeutet. Die Ermittler haben festgestellt, dass zwischen 2020 und 2025 insgesamt 2,66 Millionen Euro auf die Konten der Gesellschaft Inteligencia Prospectiva überwiesen wurden, die fast keine eigenen Einnahmen hatte.
Zusätzlich zur Hypothek des Ehepaars Zapatero wurden auch bedeutende Geldtransfers an ihre Töchter festgestellt. Laura erhielt zwischen April 2021 und Dezember 2025 insgesamt 247.191 Euro, während ihre Schwester 199.904 Euro in einem ähnlichen Zeitraum erhielt. In beiden Fällen war José Luis Rodríguez Zapatero als autorisierter Zeichner der Konten eingetragen.
Diese Enthüllungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem in Spanien die Diskussion über Korruption und die Verantwortung öffentlicher Amtsträger an Intensität gewinnt. Die UDEF untersucht derzeit, wie die Gelder in das Netzwerk geflossen sind und welche Rolle Zapatero und sein Umfeld dabei gespielt haben. Für die Bürger, die auf den Kanaren leben oder dort Urlaub machen, wirft dieser Fall Fragen über die Integrität und Transparenz politischer Akteure auf. Die Entwicklungen könnten sowohl Auswirkungen auf das Vertrauen in die Politik als auch auf die Wahrnehmung Spaniens im Ausland haben.
Quelle: diariodemallorca.es
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