Die Europäische Union hat neue Vorschriften verabschiedet, die die Verantwortung für das Wohl von Hunden und Katzen in allen Mitgliedstaaten vereinheitlichen. Diese Regelungen, die nach der Genehmigung durch das Europäische Parlament in Kraft treten, schließen bestehende Lücken im Tierschutz und legen einheitliche Standards fest. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2023 besitzen etwa 44 Prozent der EU-Bürger ein Haustier, und 74 Prozent wünschen sich einen besseren Schutz für Tiere.
Die neuen Vorschriften verlangen, dass Hunde ab einem Alter von acht Wochen täglich mindestens eine Stunde Zugang zu Außenbereichen haben, um sich zu bewegen und zu sozialisieren. Außerdem müssen professionelle Züchter, Tierheime und Aufzuchtstätten strenge Vorgaben zu Platzangebot, natürlichem Licht und Beschäftigungsmöglichkeiten einhalten. Dauerhafte Käfighaltung wird verboten, es sei denn, es handelt sich um Reisen oder veterinärmedizinische Notwendigkeiten.
Zusätzlich werden Züchter strengen Beschränkungen unterworfen, um sicherzustellen, dass Hündinnen nicht mehr als drei Würfe innerhalb von zwei Jahren haben. Die Trennung von Welpen von ihren Müttern muss mindestens bis zur achten Lebenswoche erfolgen, während Kätzchen mindestens zwölf Wochen bei ihrer Mutter bleiben müssen. Alle Hunde und Katzen müssen mit einem Mikrochip identifiziert und in nationalen Datenbanken registriert werden.
Die neuen Regelungen zielen darauf ab, illegalen Tierhandel zu bekämpfen und die Abandonnerisiken zu reduzieren. Auch sollen sie die Standards in der Tierhaltung erhöhen und die Verantwortung der Tierbesitzer fördern. Die Umsetzung dieser Vorschriften erfolgt schrittweise über einen Zeitraum von zwei bis fünfzehn Jahren, wobei die Fristen je nach Regelung variieren.
Quelle: euroweeklynews.com
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