Mietpreise in Málaga steigen nach Vertragsende um bis zu 11 Prozent – Wohnen (Mietpreise Steigen)

Mietpreise in Málaga steigen nach Vertragsende um bis zu 11 Prozent

User avatar placeholder
Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

31 Mai, 2026

Mietern in Málaga drohen nach Ablauf ihrer Mietverträge drastische Preiserhöhungen. Eine aktuelle Analyse des spanischen Statistikamts zeigt, dass die Mieten für neue Verträge in der Provinz Málaga im Jahr 2024 um durchschnittlich 11 Prozent gestiegen sind. Damit ist dieser Anstieg dreimal so hoch wie die 3,7-prozentige Erhöhung für bestehende Mietverträge. Diese Entwicklung stellt eine besorgniserregende Tendenz dar und könnte für viele Mieter in der Region zu einem ernsthaften Problem werden.

Die Preissteigerungen sind das Ergebnis einer Kombination von Faktoren, darunter eine wachsende Bevölkerung und der Einfluss des Tourismus auf den Wohnungsmarkt. Während Mietverträge während ihrer Laufzeit in der Regel an den Verbraucherpreisindex (CPI) oder den spanischen Mietpreisindex gebunden sind, können Vermieter nach Ablauf des Vertrags die Miete frei anpassen. Diese Tatsache zwingt viele Mieter dazu, sich schnell nach neuen Wohnmöglichkeiten umzusehen, was in einem angespannten Wohnungsmarkt wie Málaga problematisch sein kann.

Die 3,7-prozentige Erhöhung der Mieten in bestehenden Verträgen stellt den höchsten Wert seit Beginn der Erfassung dieser Statistiken im Jahr 2021 dar. Diese Erhöhung folgt auf eine Phase, in der die Mietpreise durch staatlich verordnete Obergrenzen zur Inflationskontrolle nach dem Ukraine-Konflikt stabilisiert wurden. Im Gegensatz dazu war der Anstieg der Mieten in neuen Verträgen mit 11 Prozent der stärkste seit vier Jahren und übersteigt die 5,3-prozentige Erhöhung, die im Jahr 2023 verzeichnet wurde.

Die Situation in Málaga spiegelt sich auch in anderen Teilen Spaniens wider, wenn auch in abgeschwächter Form. Im nationalen Durchschnitt stiegen die Mieten in bestehenden Verträgen um 2,8 Prozent, während neue Verträge um 8,8 Prozent teurer wurden. Die Kluft zwischen bestehenden und neuen Mietverträgen wächst, was die Sorge um die Erschwinglichkeit des Wohnraums in Spanien verstärkt.

Ein Bericht der Gewerkschaft Comisiones Obreras (CCOO) bestätigte diese Tendenz und wies darauf hin, dass die Preiserhöhungen je nach Vertragsalter stark variieren. Während Lohnerhöhungen helfen können, die inflationären Anpassungen bestehender Verträge abzufedern, hinken sie den Preisen neuer Verträge hinterher. In Valencia beispielsweise stiegen die Mieten in neuen Verträgen um 12,4 Prozent, was die höchste Steigerung in Spanien darstellt.

Experten wie Jaime Palomera von Instituto de Investigación Urbana in Barcelona sehen die Ursache für diese Mietinflation weniger in der Bevölkerungszunahme als vielmehr im Einfluss des Tourismus und finanzieller Investitionen. Diese Faktoren reduzieren das Angebot an langfristigen Mietwohnungen und treiben die Preise in die Höhe. Angesichts dieser Entwicklungen plädieren Fachleute für unbefristete Mietverträge, die Mietern mehr Stabilität und Sicherheit bieten könnten, während Vermieter dennoch die Möglichkeit hätten, ihre Immobilien für persönliche Zwecke zu nutzen. In einer Zeit, in der der Wohnungsmarkt in vielen Regionen Spaniens unter Druck steht, könnte eine solche Reform dringend notwendig sein, um den Bedürfnissen von Mietern und Vermietern gerecht zu werden.

Quelle: surinenglish.com
Zum Original

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

Entdecken Sie spannende Tipps und Informationen.

→ Mehr erfahren

Schreibe einen Kommentar