Katalonien investiert über 4,3 Milliarden Euro in Sicherheit und Ausbau der Regionalstraßen – Verkehr (Autobahn)

Katalonien investiert über 4,3 Milliarden Euro in Sicherheit und Ausbau der Regionalstraßen

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Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

24 Juni, 2026

Katalonien stellt die Sicherheit und den Ausbau seiner Regionalstraßen ins Zentrum eines umfassenden Investitionsprogramms. Die Generalitat hat am Dienstag ein Maßnahmenpaket im Wert von über 4,3 Milliarden Euro für die nächsten zehn Jahre verabschiedet, wobei mehr als die Hälfte der Mittel in den Straßenbau und die Verbesserung der Verkehrssicherheit fließen.

Der Fokus liegt vor allem auf der Erhöhung der Sicherheit auf den comarcales, den Regionalstraßen, die viele kleinere Städte und Gemeinden in Katalonien verbinden. Die Generalitat plant, rund 785 Millionen Euro in kleinere, punktuelle Maßnahmen zur Verkehrssicherheit zu investieren. Ein weiterer großer Posten sind 523 Millionen Euro für den Ausbau von gefährlichen zweispurigen Straßen zu sogenannten 2+1-Systemen. Diese Straßen verfügen über eine physische Trennung der Fahrtrichtungen und bieten wechselnde Überholspuren, was sich bereits an der C-55 positiv auf die Unfallzahlen ausgewirkt hat. Solche Maßnahmen sollen die Zahl der Verkehrstoten auf den oft unübersichtlichen Landstraßen deutlich senken.

Neben diesen Sicherheitsverbesserungen stehen auch größere Bauprojekte auf der Agenda. Besonders hervorzuheben ist die Umgehungsstraße für die Städte Olot und Les Preses, die täglich von etwa 20.000 Fahrzeugen belastet werden. Ein Großteil der neuen Umgehungsstraße wird unterirdisch verlaufen, was die Baukosten auf 494 Millionen Euro ansteigen lässt. Dieses Projekt ist damit sogar teurer als die Verlängerung der U-Bahnlinie L8 der Ferrocarrils de la Generalitat (FGC), die unter dem Stadtteil Eixample in Barcelona verläuft.

Weitere Umgehungsstraßen sind in Planung oder im Bau, darunter die Variante der C-14 in Tàrrega mit einem Budget von 70 Millionen Euro, die Umgehungen in Sentmenat und Caldes de Montbui (45 Millionen Euro) sowie Verbesserungen an den Straßen C-17 und C-14 zwischen Montblanc und Solivella mit jeweils rund 20 Millionen Euro. Diese Projekte sind bereits seit einiger Zeit bekannt, aber mit dem aktuellen Plan will die Generalitat eine stabile und kontinuierliche Finanzierung sicherstellen, um den Investitionsrückstand der letzten Jahre aufzuholen.

Die vergangenen 13 Jahre galten als Zeitraum mit einem erheblichen Investitionsdefizit. Zwischen 2013 und 2025 wurden laut Angaben des Departaments de Territori jährlich etwa 134 Millionen Euro in den Straßensektor investiert, deutlich weniger als die durchschnittlichen 500 Millionen Euro pro Jahr in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts. Insgesamt fehlen somit rund 4,7 Milliarden Euro an Investitionen, die für den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur notwendig gewesen wären. Die Generalitat plant nun, die Investitionen ab 2026 auf rund 400 Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen, um die Infrastruktur zu modernisieren und sicherer zu machen.

Neben den Straßenbauprojekten gehören auch wichtige Vorhaben im öffentlichen Nahverkehr zum Investitionsprogramm. Die Verlängerung der U-Bahnlinie L8 in Barcelona wird mit 489 Millionen Euro beziffert, während der Ausbau des TramCamp, der Straßenbahn im Raum Tarragona, mit 239 Millionen Euro veranschlagt ist. Zudem soll die neue Busstation am Plaça Espanya in Barcelona gebaut werden, für die rund 60 Millionen Euro eingeplant sind. Weitere 87 Millionen Euro sind für die Untertunnelung der FGC-Strecken in Manresa und Igualada vorgesehen.

Nicht im aktuellen Plan enthalten sind Projekte, die die Generalitat über öffentlich-private Partnerschaften realisieren möchte, wie der Ausbau der C-16 zwischen Berga und Bagà oder der mittlere Abschnitt der Metrolinie 9 in Barcelona. Auch die geplanten Erweiterungen der Metro in Barcelona, etwa die Verlängerung der Linie 3 von Zona Universitària nach Esplugues, fehlen in diesem Dokument. Ebenso bleiben größere staatliche Förderprojekte, die über das Ministerium für Verkehr abgewickelt werden, separat. Dazu zählen unter anderem die Sanierung der N-II im Maresme, Verbesserungen an der N-260 im Pyrenäenraum, neue Anschlussstellen an den Autobahnen AP-2 und AP-7 sowie der Ausbau von Bahnknoten in Sant Cugat del Vallès.

Insgesamt plant die Generalitat, ab 2030 jährlich Investitionen von rund 600 Millionen Euro im Bereich Verkehrsinfrastruktur umzusetzen, wenn man öffentliche und öffentlich-private Projekte zusammenrechnet. Projekte wie die geplante Orbitallinie und die transversale Eisenbahnachse bleiben vorerst außen vor. Damit setzt die Generalitat in den kommenden zehn Jahren klare Prioritäten auf die Verbesserung der Verkehrssicherheit und den Ausbau der Regionalstraßen in Katalonien, was vor allem für Pendler, Reisende und Bewohner kleinerer Gemeinden spürbare Verbesserungen bringen dürfte.

Quelle: lavanguardia.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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