Der Rat der Metropolregion Barcelona (AMB) hat einen neuen Plan zur städtischen Mobilität für den Zeitraum 2025-2030 verabschiedet. Ziel ist es, die CO2-Emissionen aus dem Verkehr um 30 Prozent zu reduzieren. Ein zentraler Aspekt des Plans ist die Verbesserung des Zugangs zum öffentlichen Verkehr in den 36 Gemeinden der Region, insbesondere durch die Förderung des Busverkehrs und die Schaffung von emissionsarmen Zonen. Bis 2028 sollen die gelben Umweltplaketten abgeschafft werden, um die Luftqualität zu verbessern.
Der Plan sieht vor, die Zahl der Menschen, die in Gebieten ohne öffentlichen Verkehr leben, erheblich zu verringern und gleichzeitig den Zugang zu Arbeitsplätzen und Industriegebieten zu optimieren. Ein weiteres Ziel ist es, die täglichen Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder anderen persönlichen Mobilitätsmitteln um mindestens 10 Prozent zu erhöhen. Zudem wird erstmals die Lärmbelastung in den Fokus gerückt, da diese nachweislich gesundheitliche Auswirkungen hat.
Ein bedeutendes politisches und operatives Ziel ist die Übernahme der Verantwortung für den interurbanen Busverkehr. Der AMB plant, die Verwaltung von etwa 50 Linien der Generalitat zu übernehmen, die durch ihr Gebiet führen. Diese Linien sollen nach dem Ende der aktuellen Konzessionen im Jahr 2028 neu ausgeschrieben werden. Derzeit hat die Regierung jedoch angekündigt, die bestehenden Konzessionen um weitere sechs Jahre zu verlängern, was die Umsetzung des Plans beeinflussen könnte.
Die AMB strebt an, die Bevölkerung, die hohen NO2- und PM-10- sowie PM-2.5-Werten ausgesetzt ist, drastisch zu reduzieren. Prognosen zeigen, dass die Umsetzung der Maßnahmen dazu führen könnte, dass der Anteil der Bevölkerung, die über den Grenzwerten für NO2 lebt, von 80 Prozent auf 8 Prozent sinkt. Die ersten Verkehrsbeschränkungen für Fahrzeuge mit gelben Plaketten sollen ab dem 1. Januar 2028 in Kraft treten.
Quelle: elperiodico.cat
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