Barcelona: Stagnation der Bevölkerung trotz Zuwanderung im Jahr 2026 in Barcelona (Eixample Barcelona)

Barcelona: Stagnation der Bevölkerung trotz Zuwanderung im Jahr 2026

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Geschrieben von Thomas John Spanien Nachrichten Redaktion

31 Mai, 2026

Barcelona hat einen bemerkenswerten demografischen Wandel durchlebt, der sich in den neuesten offiziellen Statistiken widerspiegelt. Am 1. Januar 2026 zählte die katalanische Hauptstadt 1.729.963 registrierte Einwohner, was einem leichten Rückgang von 0,1 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Stabilisierung der Bevölkerung markiert einen Bruch mit dem post-pandemischen Wachstumstrend und zeigt eine zunehmend internationale, ältere und gebildete Gesellschaft.

Die demografischen Daten, die vom Rathaus veröffentlicht wurden, verdeutlichen, dass sieben der zehn Stadtteile im Jahr 2026 einen leichten Bevölkerungsrückgang verzeichneten. Lediglich in den Stadtteilen Ciutat Vella, Nou Barris und Sant Andreu gab es geringe Zuwächse. Der stellvertretende Bürgermeister Jordi Valls kommentierte die Zahlen und stellte fest, dass sie im Einklang mit den Trends der Vorjahre stehen. Er betonte, dass die Stadt weiterhin eine wichtige Anlaufstelle für Zuwanderer bleibt.

Ein alarmierender Aspekt der aktuellen demografischen Entwicklung ist die Geburtenrate. Mit nur 11.012 Neugeborenen im Jahr 2025 erreichte die Stadt den niedrigsten Wert seit 1900, abgesehen vom Jahr 1939, dem letzten Jahr des Bürgerkriegs. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Geburtenzahl um 1,3 %. Dies steht im krassen Gegensatz zu den 14.557 Todesfällen, die zwar um 1 % zurückgingen, jedoch das negative Saldo von 3.549 Personen zur Folge hatten. Lediglich Ciutat Vella, mit 54,8 % ausländischer Bevölkerung, verzeichnete mehr Geburten als Todesfälle – das zum dritten Mal in Folge.

Der Alterungsprozess der Bevölkerung wird ebenfalls deutlich. Das Durchschnittsalter stieg auf 44,6 Jahre, während die Zahl der über 100-Jährigen auf 1.196 anstieg, von denen 82 % Frauen sind. Diese demografischen Veränderungen werden durch die anhaltende Wohnungsnot in Barcelona verstärkt. Immer mehr junge Menschen verlassen die Stadt, sobald sie das Erwachsenenalter erreichen, was die Attraktivität der Stadt für neue Einwohner verringert.

Migration bleibt der Hauptmotor des demografischen Wandels in Barcelona. Bei den Neuzugängen dominieren junge Erwachsene aus dem Ausland, die 81,6 % der Zuwanderer ausmachen. Rund 44 % dieser neuen Bewohner haben einen Hochschulabschluss, was das Bildungsniveau der Stadt insgesamt anhebt. Aktuell leben in Barcelona 626.924 Menschen, die im Ausland geboren wurden, was 36,2 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Die Mehrheit dieser Zuwanderer stammt aus Amerika, wobei Argentinien das führende Herkunftsland ist, mit fast 50.000 Einwohnern. Diese Entwicklungen werfen Fragen zur zukünftigen Bevölkerungsstruktur und den Herausforderungen, vor denen die Stadt steht, auf.

Quelle: elperiodico.cat
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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