Am 8. Mai 2023 nahmen die Mossos d’Esquadra in Barcelona zwei Personen fest, die sich als Gasprüfer ausgegeben hatten, um einer 86-jährigen Frau Schmuck im Wert von bis zu 4.000 Euro zu stehlen. Der Vorfall ereignete sich im Stadtteil Horta-Guinardó und wurde von einem außerhalb des Dienstes stehenden Polizisten beobachtet. Dieser bemerkte, wie eine junge Frau ein Wohnhaus fotografierte und einen Mann ins Gebäude ließ, der ebenfalls eine Mütze trug. Der Polizist informierte umgehend die örtliche Sicherheitsbehörde.
Die 86-Jährige erhielt währenddessen einen Anruf von einer Person, die sich als Mitarbeiter des Gasdienstes ausgab. Der Anrufer drohte ihr mit einer Geldstrafe von 300 Euro, falls sie nicht zu Hause sei oder die Überprüfung nicht zulasse. Dies führte dazu, dass die beiden Tatverdächtigen, ein 28-jähriger Mann und eine 23-jährige Frau, ungehindert in die Wohnung eindringen konnten. Sie entwendeten Schmuckstücke im Wert von schätzungsweise 3.600 bis 4.000 Euro, bevor sie das Weite suchten.
Die Ermittlungen durch die Mossos d’Esquadra zeigten, dass beide Festgenommenen bereits über Vorstrafen verfügten, was die Gefährlichkeit ihrer Tat unterstreicht. Am 9. Mai wurden sie dem zuständigen Gericht vorgeführt. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor ähnlichen Betrugsmaschen, bei denen sich Kriminelle als Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen ausgeben, um das Vertrauen älterer Menschen auszunutzen.
Für die deutschsprachigen Einwohner und Urlauber in Spanien ist es wichtig, wachsam zu sein. Betrüger nutzen häufig die Hilfsbereitschaft und das Vertrauen der Menschen, insbesondere bei älteren Bürgern. Die Mossos d’Esquadra raten dazu, keine persönlichen Informationen am Telefon preiszugeben und bei Verdacht auf Betrug sofort die Polizei zu kontaktieren.
Die Vorfälle dieser Art haben in den letzten Jahren zugenommen, was die Notwendigkeit verstärkt, präventiv zu handeln. Die Polizei ermutigt die Gemeinschaft, verdächtige Aktivitäten zu melden und sich gegenseitig zu informieren, um die Sicherheit aller zu gewährleisten. Es ist ratsam, bei unerwarteten Hausbesuchen oder Anrufen skeptisch zu sein, insbesondere wenn eine drohende Geldstrafe im Spiel ist.
Die Sicherheitsbehörden arbeiten intensiv daran, solche Betrugsfälle zu verhindern und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Die Festnahme der beiden Verdächtigen könnte ein wichtiger Schritt sein, um weitere Straftaten dieser Art zu verhindern und das Vertrauen in die Sicherheit der Nachbarschaft zu stärken.
Quelle: lavanguardia.com
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