Xavi Pascual wird den FC Barcelona im Basketball verlassen. Die Nachricht kam überraschend, doch der Verein hatte die Entwicklung bereits in den letzten Tagen erwartet. In einer entscheidenden Sitzung zwischen Pascual, dem Sportdirektor Rafa Yuste und Präsident Joan Laporta traten die Differenzen zwischen dem Trainer und dem Club deutlich zutage. Pascuals Rückkehr zum Barça erwies sich als problematisch, vor allem aufgrund einer unzureichenden sportlichen Planung. Nun steht der Club vor der Herausforderung, einen neuen Trainer zu finden, der bereit ist, einen frischen Ansatz zu verfolgen und in ein Projekt zu investieren, das mit sieben Millionen Euro dotiert ist.
Der erste Name auf der Liste der möglichen Nachfolger ist Ibon Navarro, der derzeit das Team von Unicaja trainiert. In den letzten Tagen gab es Gerüchte über erste Kontakte zwischen Navarro und dem FC Barcelona, um seine Verfügbarkeit und sein Interesse an einer Zusammenarbeit zu sondieren. Navarro wird im Club hoch geschätzt und gilt als fähig, den Sprung zu einem Euroliga-Team zu schaffen. Sein Vertrag bei Unicaja läuft bis 2027, was bedeutet, dass der FC Barcelona eine Ablösesumme von etwa 300.000 Euro zahlen müsste, um ihn zu verpflichten. Dies liegt nur knapp unter der Summe, die Pascual für einen Wechsel nach Dubai erhalten wird.
Ein weiterer Kandidat für die Nachfolge ist Vassilis Spanoulis. Der ehemalige Basketballstar, der in dieser Saison Mónaco trainierte, steht momentan ohne Vertrag da und bringt wertvolle Erfahrung aus der Euroliga mit. Spanoulis führte sein Team in der vergangenen Saison bis ins Finale der Final Four und könnte eine interessante Option für den Barça-Bank sein. Der Club hat derzeit vor allem diese beiden Namen im Fokus, lässt jedoch auch die Möglichkeit offen, einen anderen Trainer zu engagieren, falls die Verhandlungen mit Navarro oder Spanoulis nicht erfolgreich verlaufen.
Zusätzlich zu den genannten Trainern wird Óscar Orellana, der bisherige Assistent von Pascual, als mögliche interne Lösung gehandelt. Orellana übernahm bereits als Interimstrainer und konnte alle Spiele gewinnen, die er leitete. Dies könnte ihn zu einer vielversprechenden „Hauslösung“ machen, ähnlich wie es bei Pascual der Fall war, als er damals als unerfahrener Trainer verpflichtet wurde.
Auch Zeljko Obradovic, der zuletzt Partizan trainierte und in Katalonien lebt, könnte eine Option darstellen. Obradovic hat angedeutet, dass er bereit wäre, wieder zu trainieren, sollte er die nötige Motivation finden. Seine Rückkehr könnte für den FC Barcelona eine spannende Perspektive bieten, da er über einen beeindruckenden Erfahrungshorizont verfügt.
Die Entscheidung über Pascuals Nachfolger könnte weitreichende Konsequenzen für den Club und seine Fans haben. Der FC Barcelona steht vor einem Umbruch, der nicht nur die Trainerfrage betrifft, sondern auch viele Spielerwechsel mit sich bringen wird. Die nächsten Wochen könnten entscheidend dafür sein, wie sich die künftige Ausrichtung der Basketballabteilung des FC Barcelona gestalten wird.
Quelle: diariodemallorca.es
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